Das Moers Festival 2018 – Programmausblick

Beim Moers Fes­ti­val 2018 soll wie­der „Das Spiel mit dem Uner­war­te­ten“ im Vor­der­grund ste­hen und das erfolg­rei­che Hin­ein­tra­gen des Fes­ti­vals in die Stadt wei­ter aus­ge­baut wer­den – das sind zwei wesent­li­che Eck­punk­te, die der pro­gramm­ver­ant­wort­li­che Chef des Fes­ti­vals seit 2017, Tim Isfort, für die dies­jäh­ri­ge Aus­ga­be ankün­digt. Uner­hör­tes darf man beim Blick auf das Pro­gramm defi­ni­tiv erwar­ten. Musik­ver­bin­dun­gen aus aller Welt erge­ben sich und wer­den unter dem Label „Moers­La­bor“ an Pfings­ten zu hören sein. Die­se Begeg­nun­gen, die extra für das Fes­ti­val zusam­men­ge­stellt wer­den, sind in die­sem Jahr „Marim­ba-Mad­im­ba Con­fé­rence“, „Sid­di Traces“ und „Fokus Pyon­gyang“.

Meh­re­re Marim­ba­spie­ler auf einem Hau­fen sind ja schon exo­tisch genug, mit dem Auf­ein­an­der­tref­fen von drei zen­tral­afri­ka­ni­schen auf drei „west­li­che“ Spie­ler wird das Pro­jekt eben­so welt­mu­si­ka­lisch-exo­tisch wie die bei­den ande­ren ange­kün­dig­ten Spe­cials: „Sid­di Traces“ spürt der Musik einer nur etwa 30.000 Men­schen umfas­sen­den Eth­nie aus dem Grenz­ge­biet zwi­schen Indi­en und Paki­stan nach und mit Fokus Pyon­gyang wird ver­sucht einen Ein­blick in die musi­ka­li­sche Kul­tur des abge­schot­te­ten Nord­ko­rea zu gewin­nen.

Rob Mazurek - Photo: Schindelbeck« Rob Mazu­rek – Pho­to: Schin­del­beck Jazz­fo­to­gra­fie

Ganz in der Moers-Tra­di­ti­on, auch eine Spiel­stät­te der Avant­gar­de – viel­leicht auch einer  kon­ser­vier­ten Avant­gar­de – zu sein, sind eini­ge dies­jäh­ri­ge High­lights zu sehen. Peter Brötz­mann schafft seit Jahr­zehn­ten sei­ne eige­ne Avant­gar­de und den Facet­ten sei­nes Schaf­fens wird die mul­ti­ple Anwe­sen­heit des Saxo­pho­nis­ten gerecht. Er spielt mit der Laps­teel-Gitar­ris­tin Hea­ther Leigh im Duo, trifft auf die Expe­ri­men­tal­band Oxbow, tritt solo auf und – ja, auch in Moers wird gern über Musik gere­det – wird als Teil­neh­mer an einer „dis­cus­sion!“ aktiv.

Gramss - States of Play - Photo: Schindelbeck
Sebas­ti­an Gramss« Sta­tes of Play – Pho­to: Schin­del­beck Jazz­fo­to­gra­fie

Mit dem Trom­pe­ter Rob Mazu­rek und „Chi­ca­go / Lon­don Under­ground“ ist die jün­ge­re Avant­gar­de zu hören und die deut­sche Avant­gar­de schart sich um den Bas­sis­ten Sebas­ti­an Gramss, der mit sei­nem aktu­el­len Pro­jekt „Sta­tes of Play“ die radi­ka­le Zer­le­gung und Neu­zu­sam­men­set­zung von Aus­gangs­klän­gen zele­briert: „die Ana­to­mie von Musik, die Melo­di­en, Rhyth­men und Groo­ves, wer­den „in real­time” in ihre Basis zer­legt und immer wie­der neu zusam­men­ge­setzt.“

Inter­es­san­tes ver­spricht ein Pro­jekt der „impro­vi­ser in resi­dence“ Jose­phi­ne Bode. Die Block­flö­tis­tin heckt etwas mit Ethan Iver­son (The Bad Plus) aus. Es dürf­te außer­dem eini­ges an Über­ra­schen­dem abseits der Haupt­büh­nen in Kir­chen, Schu­len, Clubs und in Knei­pen zu hören sein – Acts aus dem Haupt­pro­gramm und teil­wei­se auch kos­ten­lo­se Kon­zer­te.

Die Fül­le des Pro­gramms erschließt man sich am bes­ten über die Web­site des Moers Fes­ti­vals.

 

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