The Original Blues Brothers Band in Mainz, 26. März 2017

Bluesbrothers Band - Photo: Mümpfer

Der Musik­stil der Blues Bro­thers-Band ist rau und frisch, die Rhyth­men mit­rei­ßend. Die Musik lebt vom Kon­trast der Blä­ser­grup­pe mit Saxo­phon, Trom­pe­te und Posau­ne, die für den prä­zi­sen New Yor­ker Jazz steht, sowie der Rhyth­mus­grup­pe mit Schlag­zeug, Gitar­ren, Bass und der Ham­mond B3 samt ihrem Les­lie-Rota­ti­ons­laut­spre­cher, die den Rock und Rhythm´n´Blues ver­tritt. Hin­zu kom­men drei Sän­ger, die den Soul pre­dig­ten und von denen zwei zugleich die Blues-Harp röh­ren las­sen. Die Musik der Blues Bro­thers Band ist eine ein­zig­ar­ti­ge Fusi­on.

Die Band, die Ende der 70er Jah­re von den Schau­spie­lern und Sän­gern John Belu­shi und Dan Ackroyd gegrün­det wur­de, ist in den Jahr­zehn­ten ihres Bestehens trotz Umbe­set­zun­gen dem Geist der Grün­der treu geblie­ben, hat Feu­er und Ener­gie bewahrt. „Ever­y­bo­dy loves any­bo­dy“ sin­gen und spie­len die Mit­glie­der der Band. Sie mei­nen damit sicher auch sich selbst und das Publi­kum.

War „The Ori­gi­nal Blues Bro­thers Band“ in Mainz „im Namen des Herrn“ unter­wegs, um für den Rhythm and Blues, das Evan­ge­li­um und die See­le zu mis­sio­nie­ren? Immer­hin: Der Frank­fur­ter Hof in Mainz fasst die Zahl der Gläu­bi­gen die­ser Kult­band kaum. Saal und Empo­re sind aus­ver­kauft, die Steh­plät­ze an den Sei­ten über­füllt. Die Fans hält es nicht auf den Sit­zen. Sie ste­hen, wie­gen die Kör­per im Takt und heben die Arme gen Him­mel, als die Musi­ker und die Sän­ger zwei Stun­den lang ihren bro­deln­den Blues, den R&B,  den Soul sowie den Jazz in die Köp­fe der Zuhö­rer häm­mern.

„Sweet home Chi­ca­go“ ruft die Band in den Saal und erhält die viel­stim­mi­ge Ant­wort der Zuhö­rer. Die Sän­ger tan­zen über die Büh­ne und ver­ren­ken ihre Kör­per. Die  Gitar­ris­ten Ste­ve „The Colo­nel“ Crop­per und  John „Smo­kin´ John“ Tro­pea rei­ßen ihre glei­ßen­den Glis­san­di aus den Sai­ten, Leon „The Lion“ Pedar­vis brei­tet mit der Ham­mond den Sound-Tep­pich aus und Drum­mer Lee „Fun­ky­ti­me“ Fin­k­lestein treibt die Band mit rasen­den Wir­bel auf den Fel­len der klas­se abge­stimm­ten Gretsch-Drums vor sich her. Ste­ve „Cat­fish“ Howard steigt mit der Trom­pe­te stäh­lern in die hohen Lagen, das legen­dä­re Urge­stein und Grün­dungs­mit­glied Lou „Blue Lou“ Mari­ni bläst expres­siv das Tenor­sa­xo­phon mit Mem­phis-Touch und Tom „Bones” Malo­ne run­det kraft­voll mit der Posau­ne den Klang des Tri­os ab.

Rob „The Honeyd­rip­per“ Paparoz­zi, Bob­by „Sweet Soul“ Har­den und Tom­my „Pipes“ McDon­nell pre­di­gen mit Gesang und Blues-Harp an die­sem Abend komö­di­an­tisch sowie laut­stark nicht nur den getra­ge­nen „Shot­gun Blues“. „Groo­ve me“ und „Soul­man“ sind die Titel von Kom­po­si­tio­nen zumeist aus der Feder Crop­pers, aber auch das musi­ka­li­sche Bekennt­nis der Band, das die Akteu­re ein­dring­lich im Main­zer Kon­zert able­gen.

Die zahl­rei­chen Zuhö­rer rasen und jubeln bevor Mari­ni die Mit­glie­der der Band vor­stellt. Die Musi­ker beto­nen viel­fach, wie sehr sie das auf­ge­wühl­te Publi­kum lieb­ten und sich freu­ten wie­der in Deutsch­land zu sein. Schließ­lich schi­cken sie die Men­ge mit „Gim­me some lovin“ sowie „Ever­y­bo­dy“ auf den Heim­weg.

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