Moers Festival 2019 – Die Moersifizierung greift um sich

Inter­na­tio­nal, bunt, stän­dig in Bewe­gung und sti­lis­tisch gren­zen­los kommt das Moers Fes­ti­val 2019 daher. Das Kon­zept der „Moer­si­fi­zie­rung” – die Aus­brei­tung in ver­schie­dens­te Win­kel der Stadt – wird wei­ter vor­an­ge­trie­ben.

Hayden Chisholm by Frank Schindelbeck Photography
Hay­den Chis­holm / fs

Kein Wun­der also, dass so man­ches High­light des Fes­ti­vals im Satel­li­ten­be­reich zu ent­de­cken ist: Hay­den Chis­holm bei­spiels­wei­se, der (nur?) im Fes­ti­val­dorf und im moer­si­fy-Pro­gramm zu fin­den ist. Oder das Deutsch-Indi­sche Pro­jekt „Neckar­gan­ga” um den Bas­sis­ten Jona­than Sell im Schloss­park am Sonn­tag. Und die Spin-offs von der Haupt­büh­ne, klei­ne Neu­be­set­zun­gen, die sich in den wei­te­ren Spiel­stät­ten und Kom­bi­na­tio­nen im weit­läu­fi­gen Fes­ti­val­ge­län­de- und gesche­hen wie­der­fin­den.

Schwer­punk­te set­zen die Pro­gramm­ma­cher schon: am Frei­tag geht es in die Kir­chen: das Sun Ra Arkes­tra in der Stadt­kir­che! Sams­tags öff­nen sich Räu­me und Orte im Schloss, und am Sonn­tag bewegt sich das Fes­ti­val „at the clubs”. Der Mon­tag steht unter dem Mot­to „back to school”, unter ande­rem mit dem Pro­jekt „Com­po­sers Kids” mit der Auf­füh­rung von Stü­cken jun­ger Nach­wuchs­mu­si­ker und ‑kom­po­nis­ten.

Max Andrze­jew­ski / fs

Allein mit dem Neben­pro­gramm könn­te man sich also die vier Moers­ta­ge an Pfings­ten schon gut fül­len, zumal sich die Ses­si­ons bis tief in die Nacht und in den frü­hen Mor­gen zie­hen.

Aber da gibt es ja auch noch das Haupt­pro­gramm. Auch das mit neu­gie­rig machen­den Kom­bi­na­tio­nen: der 95-jäh­ri­ge Arkes­tra-Mas­ter­mind Mar­shall Allen mit Rodri­go Bran­dāo (spo­ken word), Toshi­ma­ru Naka­mu­ra (elec) und Gün­ter Baby Som­mer (dr).
Das Trond­heim Jazz Orches­tra mit Saxo­pho­nis­tin Ange­li­ka Nie­scier, Jose­phi­ne Bode (die letzt­jäh­ri­ge „Artist in Resi­dence”) mit Peter Evans. Letz­ter auch solo auf der Haupt­büh­ne zu hören. Und Phil Min­ton! Eben­falls auch solo.

Zwei der der inter­es­san­tes­ten Schlag­zeu­ger Deutsch­lands jeweils mit ihren Pro­jek­ten: Chris­ti­an Lil­lin­ger mit Dell und Brecht, Oli Steid­le mit den Kil­ling Popes. Und gleich einer, der das „inter­es­san­tes­te” zu Trio macht: Max Andrze­jew­ski, der im Pro­jekt ABACAXI des Gitar­ris­ten Juli­en Des­p­rez trom­melt.

Sun Ra Arkes­tra / fs
Mako­to Kawa­ba­ta / fs

Japa­ner schwim­men wie Fische im Was­ser des Fes­ti­vals (ja, auch Unter­was­ser­kon­zer­te im Soli­ma­re ste­hen wie­der auf dem Pro­gramm…) und sind zahl­reich zu hören: im „Moers-Mee­ting“ von Peter Evans (tp), Phil Min­ton (voc) mit Atsu­shi Tsu­ya­ma (b) und Tats­u­ya Yoshi­da (dr). Dazu noch Acid Mothers Temp­le (Mako­to Kawa­ba­ta (g) Atsu­shi Tsu­ya­ma (b) Tats­u­ya Yoshi­da (dr, voc). Und Im gan­zen Fes­ti­val­ge­sche­hen mit dem „Japa­ne­se New Music Fes­ti­val“ Pro­gramm.

Jan Kla­re wird auch in die­sem Jahr wie­der eines der „stea­dy high­lights“ des Moers Fes­ti­vals kura­tie­ren: die Ses­si­ons, die immer ver­läss­lich Geist und Ohren kit­zeln. Mal tief in der Nacht, mal zur Ein­stim­mung in den lan­gen Fes­ti­val­tag am Vor­mit­tag. Um halb­wegs einen Über­blick übers Pro­gramm zu bekom­men – nur ein Bruch­teil wur­de hier genannt – soll­te unbe­dingt die Web­site des Moers Fes­ti­vals ange­klickt wer­den (macht Spaß), und den Moers Spiel­plan soll­te man sich aus­dru­cken – falls dem Smart­pho­ne an lan­gen Fes­ti­val­ta­gen der Saft aus­geht…

| Moers Fes­ti­val 2019

| Jazz­pa­ges Rück­blick Moers 2018

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