Hans Koller wäre am 12.2.2021 hundert Jahre alt geworden

Vor 100 Jahren, am 12. Februar 1921, wurde der Saxophonist Hans Koller in Wien geboren, wo er am 22. Dezember 2003 verstarb.

Hans Kumpf in den „Stuttgarter Nachrichten“ am 12.02 1986 zum 65. Geburtstag von Hans Koller:

„Heute feiert Hans Koller in seiner Heimatstadt Wien den 65. Geburtstag. In Pension geht der umtriebige Saxophonist noch lange nicht, aber einen bürgerlichen Orden, die höchste Auszeichnung, die die Metropole Österreichs zu vergeben hat, erhält er trotzdem.
Den modernen Jazz im Nachkriegsdeutschland hat Koller wesentlich mitgeprägt, zu seinen „Schülern“ zählte Albert Mangelsdorff. Von 1935 bis 1939 studierte er Klarinette an der Wiener Musikakademie, und dieses klassische Rüstzeug verhalf ihm später sicherlich zu künstlerischer und stilistischer Wandlungsfähigkeit. Cool war die Devise in den fünfziger Jahren, und heute mischt er bei den Avantgardisten mit. Außerdem hat sich Hans Koller als Maler hervorgetan. In Stuttgart trat er schon häufig mit seinem jungen Saxophonkollegen Bernd Konrad auf. Koller: „Ich steh‘ auf Stuttgart, seitdem ich 1953 mit dem Gillespie dort auf Tournee war“.

Hans Koller, Bernd Konrad, Stan Getz und Alfred Hrdlicka zusammen in einer Video-Geschichte:
https://www.suedkurier.de/ueberregional/kultur/bernd-lettenewitsch-liest-und-bernd-konrad-musiziert-dazu;art10399,10533395

Dienstag 9. Februar 21:05 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Supercool – Hans Koller zum 100. Geburtstag
Von Gerd Filtgen

Die Stories, die Hans Koller mitunter bei seinen Auftritten aus der Welt des Jazz erzählte, waren originell, menschenfreundlich und steckten voller Witz. Der legendäre österreichische Saxofonist, Komponist und Maler wurde am 12. Februar 1921 in Wien geboren. Bevor er in den 1950er-Jahren nach Deutschland kam, hatte er die Szene im „Hot Club Vienna” kräftig aufgemischt. Kollers kreativer Weg führte ihn vom Swing zum Cool Jazz, aber auch zur freien Auslegung improvisierter Musik. Mit seinen coolen Saxofon-Chorussen verlor Hans Koller in jedem stilistischen Genre niemals sein Gespür für Innovationen. (PM)

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