Das Fabian Dudek Quartett beim Jazzclub Heidelberg (Fotos Schindelbeck)

Disclosure zu Beginn: ich hatte das Vergnügen die Debut-CD dieses Quartetts „Creating Meaning“ auf meinem Label fixcel records herauszubringen. Und wie das bei einem Kleinstlabel, ohne ernsthaft kommerzielles Ziel, der Fall sein kann: man bringt dort die Musik heraus, die man wirklich herausbringen möchte. Bei Dudek und seiner Platte war es der „Wow-Effekt“, als ich das Master erstmals hörte.

Ein Quartett, dem in jedem Moment anzuhören war, wie es mit eigenen Kompositionen des Bandleaders zu einer eigenen Sprache finden wollte, und dem das auch gelang. Und dann im Konzert beim Jazzclub Heidelberg: von den Titeln der Debut-CD des vergangenen Jahres kaum kaum noch etwas zu hören. Stattdessen schon wieder neues Material, Grundlage für den nächsten Tonträger, der demnächst im Kölner Loft eingespielt werden soll.

Und was soll man sagen, die musikalische Sprache der Band ist eher noch ausdrucksstärker geworden. Es bleiben die originellen Kompositionen, manchmal vertrackt, einige mit abruptem Schluss, die die Zuhörer urplötzlich wieder in die Stille werfen. Titel mit durchaus eingängigen Motiven aber doch öfter auf dem Grat zum freien Jazz balancierend. Es drängt sich zudem immer mehr die Entwicklung des Quartetts zu einer eingespielten Band in den Blickpunkt. Felix Hauptmann am E‑Piano, der Bassist David Helm und Fabian Arends am Schlagzeug sind alle für sich und in verschiedenen weiteren Formationen eine Klasse für sich – im Quartett von Fabian Dudek nutzen sie brillant den großzügigen kollektiven Rahmen und schaffen eine expressive, zeitgemäße Musik.

| Fabian Dudek Quartett

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