Review: Eric Watson Trio – Punk Circus

Eric Watson - Punk Circus / Cover

Free Lance, rec. 1994

Eine klassische Triobesetzung: Eric Watson ℗, John Lindberg (b) und Ed Thipgen (dr). Vorbilder in dieser Besetzung gibt es da reichlich und um mit denen mithalten zu können muß schon etwas geboten werden.

Zunächst lebt diese CD in erster Linie von der Klasse der Musiker. Watson und Lindberg spielen schon seit Jahren im Duo und anderen wechselnden Formationen. Mit dem hervorragenden Schlagzeuger Ed Thipgen haben sie sich zum Trio ergänzt. Das Zusammenspiel der drei wirkt extrem homogen und routiniert im besten Sinne. Hier treffen drei Musiker gleicher Klasse aufeinander und ihr Zusammenspiel steigert diese Klasse noch auf ein höheres Niveau.

Im Mittelpunkt der Gruppe steht ohne Zweifel Eric Watson. Sein leichter, spielerischer Anschlag, die einfallsreichen Kompositionen und die Fähigkeit diese Kompositionen auszuloten, geschickt zu variieren und ihre verschiedenen Facetten aufzuzeigen geben diesen Aufnahmen den besonderen Charakter. Sein Zusammenspiel mit dem extrem präzisen Spiel von John Lindberg lassen einige der Stücke zu spannungsvollen „Kunststücken” werden. Ed Thipgen – was soll man zu diesem echten Meister des Schlagwerks noch groß sagen. Er ist, wie gewohnt so gut, daß man ihn manchmal gar nicht bemerkt ;-).

Ein Paradebeispiel für das sensible Zusammenspiel von Watson, Lindberg und Thipgen ist das Stück Exits. Das Thema, die Struktur dieser Komposition wird langsam entwickelt. Meisterlich verstehen es die drei eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Wunderbar der Übergang in den letzten Teil: Watson verlangsamt fast unmerklich das Tempo und schafft einen spannungsvollen Moment des Übergangs, der erst durch ein fundamentales Ostinatothema Lindbergs aufgelöst wird. Über diesem Thema wirkt Watson’s filigranes Spiel noch einmal so „leicht” und „spielerisch” und langsam klingt das Stück auf diese Weise aus…

Eine besondere Stärke von Watson’s Kompositionen ist das gleichbleibend hohe Niveau von Balladen und schnellen, rhythmusbetonten Stücken. Man höre sich das dynamische Smaks an, in dem John Lindberg mit einem dynamischen Solo brilliert.

Insgesamt eine rundum gelungene Scheibe, der ich wirklich viele Hörer wünsche.

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