Nach der Corona-Pause Neubeginn mit David Helbock in Schwäbisch Hall

Der Jazzclub bringt nochmals den österreichischen Pianisten nach Hall

Am Samstag, 20. Juni, kann der Haller Jazzclub um 19.30 Uhr endlich wieder ein Konzertereignis anbieten. Auch wenn in der Hospitalkirche die Zuhörer nun in geziemendem Sicherheitsabstand platziert werden müssen, darf man sich auf das zweite hiesige Gastspiel von David Helbock freuen. Das Recital ist nun dem Filmkomponisten John Williams gewidmet.

Mitte März 2013 adaptierte der österreichische Pianist beim Jazz-Art-Festival markante Songs der Pop-Ikone Prince und vertiefte sich dabei stilistisch in die weitläufige Jazz-Historie. Da klang es harmonisch nach New Orleans, Blues und Boogies wurden bemüht, das Stride-Piano der Swing-Ära hämmerte frohgelaunt, außerdem schimmerten mal ein karibischer Calypso oder ein russischer Modest Mussorgsky durch. Und vor allem machte Helbock sich im Inneren des Flügels zu schaffen. Er dämpfte die Saiten mittels Händedruck, eines Buches oder einer kleinen Kugel und funktionierte den Flügel zu einem Perkussionsinstrument um.

David Helbock offerierte dem begeisterten Publikum ein abwechslungsreiches Programm: Diabolisch furios und melancholisch verhalten, melodisch betont und akkordisch breit, mal punktuelle Einzelaktionen und dann orchestrale Fülle, schmerzvoll Lautes und leise Innerlichkeit.

Ein Markenzeichen des mittlerweile 36-jährigen Pianisten bleibt seine Mütze mit der Klaviertastur als Design. Nun darf man gespannt sein, was David Helbock aus den populären Sound-Tracks des 1932 geborenen amerikanischen Filmkomponisten John Williams anstellt. Von „E.T.“ bis „Schindlers Liste“ gibt es da ja viel Auswahl.

Der „Jazztime“-Abend in der locker bestuhlten Hospitalkirche wird gemeinsam vom Jazzclub und dem Kulturbüro veranstaltet.

David Helbock – Photos Hans Kumpf.

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