Stuttgarter Jazzopen-Festival 2018 im technischen Zeitalter

Bei Pop, Rock und Rap strömen die Fans, Jazz verharrt in den Nischen

1994 schrieb ich im „Jazz Podium“: „Der sommerliche Stuttgarter Jazzgipfel litt unter Zuschauerschwund, und ein neues Organisationsteam ohne das Theaterhaus wollte mit mehr populistischem Zeitgeist das Festival attraktiver gestalten. In den elektronischen Medien war das Spektakel präsent – das Regionalfernsehen „Südwest 3“ und der niveauvolle TV-Kanal „3sat“ übertrugen „live“ und zeitversetzt, aber der Hegel-Saal im Stuttgarter Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle wies meist gelichtete Reihen auf“.

Wie sich die Zeiten und Spielstätten ändern. Nunmehr begingen die „Jazzopen Stuttgart“ jubilierend seine 25. Ausgabe und feierten in einer Presseverlautbarung nach den langen elf Festivaltagen einen „Besucherrekord mit 45.000 zahlenden Besuchern, 99 Prozent Bühnenauslastung und eine Live-Schalte aus dem All“.

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40 Jahre September – Jubiläumstour und LP

Bei einer Session 1978 lernten sich der 18 Jahre alte Saxophonist Adi Mürdter und der 20jährige Pianist Andreas Spätgens und wussten sofort welche Musik sie spielen wollten: Santana, Weather Report, Klaus Doldingers „Passport“ oder der späte Miles Davis waren die Vorbilder, geprägt von eingängigen Melodien und einer intensiven, ausgeprägten Rhythmik. Der Name des Projekts fand sich schnell: „September“ der damals aktuelle Name des Monats

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Sebastian Gramss mit „Thinking of Scodanibbio“ bei Enjoy Jazz 2014 (mit Fotos)

[Ein Beitrag aus dem Archiv der Jazzpages, im Original am 7. Oktober 2014 erschienen]

Sebastian Gramss kennt man als kreativen Bass-Kopf, der den Möglichkeiten seines Instruments im Detail nachspürt, es im wahrsten Sinne des Wortes abklopft und der gelegentlich sogar mit einer endoskopischen Kamera in seinen Kontrabass hineinkriecht.

Das Projekt „Thinking of…“ ist eine Hommage an den italienischen Bassisten Stefano Scodanibbio, der 2012 mit 55 Jahren jung verstorben ist. Ein Bassist und Komponist, der die Rolle des Kontrabasses – weniger im Jazz, sondern eher in der modernen Klassik – neu definierte und aus dem gelegentlichen Schattendasein in Ensembles befreite.

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Bassquartett: Gramss, Fuhr, Ramond, Tang 2014 – Jazzvideo

Dieses Video auf YouTube ansehen Sie sehen oben nur ein Vorschaubild. Nur beim Abspielen des Videos werden Daten gemäß der Informationen in der Datenschutzerklärung an Google übermittelt. „Throwback“ – Bassquartett mit Dietmar Fuhr, Sebastian Gramss, … weiterlesen

Donaueschinger Musiktage 2018

Die Donaueschinger Musiktage sind das älteste Festival für Neue Musik.

Das Orchester in der Filterblase

Beim diesjährigen Eröffnungskonzert untersucht Malin Bang das labile Gleichgewicht eines Orchesters. Sie geht der Frage nach, wie einige Wenige die Meinung eines Kollektivs beeinflussen und manipulieren können. Ivan Feldeles „Air on air“ arbeitet mit dem Atem der Musikerinnen und Musiker, dem Entstehen und dem Verklingen des Tons. Marco Stroppas Konzert für Elektronik und Orchester ist eine zärtliche Liebeserklärung an die Geschöpfe der Natur.

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