Jazzfestival Saalfelden 2019 von 22.-25. August

Wenn eines der renommiertesten Festivals in Europa seinen 40. Geburtstag feiert, dann könnte es in Nostalgie baden und einen leicht verklärten Blick auf die eigene Geschichte werfen. In Saalfelden läuft es anders. Eine Reminiszenz an die historischen Wurzeln gibt es schon – mit einem kleinen Sequel am Mittwochabend, noch außerhalb des regulären Festivals an historischer Stätte. In der „Ranch“ fanden einige der ersten Jazzkonzerte in Saalfelden, und 1978 das erste Jazzfestival unter dem Namen „3 Tage Jazz“ statt. Im Jahr 2019 gibt Wolfgang Puschnig, der zu dieser Zeit mit dem Vienna Art Orchestra unterwegs war, den Auftakt mit der Formation „Fulsome X“.

Und dann erfindet sich das Jazzfestival Saalfelden in Vielem einfach neu. Die Zahl der Konzerte wird von 40 im vergangenen Jahr auf mehr als 70 in diesem Jahr aufgestockt. Außer in den bekannten Spielstätten Kunsthaus NEXUS und dem Congress mit der Hauptbühne geht es an eine Vielzahl neuer Spielstätten zur Sache, und ein Großteil der Konzerte findet sogar bei freiem Eintritt statt.

„Auf dem Stadtplatz schaffen wir ein neues Festivalzentrum mit einer eigenen Konzertbühne und einem jungen und attraktiven Gastronomiekonzept. Es wird ein Platz, auf dem es brutzelt und brodelt, ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Einheimische und internationale Besucher“, sagt Produktionsleiterin Daniela Neumayer.

Jazz in den Bergen

Die grandiose Landschaft von Saalfelden am Steinernen Meer gehört zum Festival. Seit Jahren mit den Almkonzerten und in diesem Jahr sogar mit einer musikalischen Wanderung – unter anderem mit Lukas Kranzelbinder und Jim Black – die findet ebenfalls schon vor der eigentlichen Festivaleröffnung statt, am 21. August.

Zwei „Artists in Residence“ und viele Spielstätten

Zum Konzept des künstlerischen Leiters Mario Steidl gehört das Schaffen neuer Spielräume in verschiedener Hinsicht: „Es gibt so viele großartige Künstler und Künstlerinnen, deren Projekte kleinere und intimere Räume brauchen. Zudem möchte ich neue Rahmenbedingungen schaffen, die das spontane Aufeinandertreffen von Künstlern und Künstlerinnen ermöglichen sollen.“

Steidl hat dazu mit Maja Osojnik und Lukas König gleich zwei Artists in Residence gefunden, die mehrere Projekte präsentieren werden – in einem alten, leerstehenden Bezirksgericht ebenso wie in der Buchbinderei eines kunstsinnigen Mäzens. Weitere Konzerte finden sich beispielsweise in einer Buchhandlung und im Museum Schloss Ritzen. Der Park in der Ortsmitte wird zum musikalischen Treffpunkt im Grünen – mit drei Tagen voller DJ-Sets und Konzerten.

Kondition ist hilfreich

Jazzfestivals sind nicht unanstrengend: unzählige Konzerte, Hin- und Herlaufen zwischen den Spielstätten, konzentrierte Diskussionen zur gehörten Musik und allgemeinen Lebensfragen mit Gleichgesinnten… – damit gar nicht erst die Gefahr besteht, aus diesem Flow zu fallen, gibt es „groovige“ Late Night Konzerte im Kunsthaus Nexus bis in die frühen Morgenstunden. Die letztjährige, grandiose Session legt einen hohen Maßstab vor.

Programm-Höhepunkte aus der ganzen Welt

Das traditionell als Auftrag an einen österreichischen Musiker vergebene Eröffnungsprojekt wird in diesem Jahr vom Bassisten Manu Mayr bestritten. Der ist wohlbekannt aus dem Umfeld der Jazzwerkstatt Wien und war in den vergangenen Jahren schon häufig in verschiedenen Projekten beim Jazzfestival Saalfelden zu hören. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Auftaktprojekten ist es diesmal eine kleine Formation: ein Duo mit der Holzbläserin und Komponistin Susanna Gartmayer.

Stark vertreten ist natürlich die österreichische Szene im Festivalprogramm. Zwei Posaunisten sind federführend dabei: Christian Muthspiel hat speziell für Saalfelden das 18-köpfige „Orjazztra Vienna“ gegründet und Daniel Riegler präsentiert ein neues Projekt gemeinsam mit Anthony Coleman.

Ken Vandermark - Photo: Schindelbeck

Selbstverständlich geben sich zahlreiche internationale Künstler und Künstlerinnen die Instrumente in die Hand: Pianistin Sylvie Courvoisier aus den USA wird mit Saxophonist Ken Vandermark, Nate Wooley am Bass und Schlagzeuger Tom Rainey ihr aktuelles Album präsentieren, ebenso wie die Saxophonistin Anna Webber. Die aktuelle Jazzszene Frankreichs repräsentieren das dynamische Trio Abacaxi (mit Gitarrist Julien Deprez, Bassist Jean-François Riffaud und dem deutschen Nachbarn, Schlagzeuger Max Andrzejewski) und das Duo Theo Ceccaldi (Violine) und Roberto Negro (Piano).

Mette Rasmussen - Photo: Frank Schindelbeck Fotografie

Skandinavien wird mit dem Freejazz-Aushängeschild Mette Rasmussen im Duo mit Tashi Dori vertreten sein und der Akkordeonist Frode Haltli die Besucher mit seinem Projekt „Avant Folk“ verzaubern. Aus der Riege der arrivierten US-Gruppen ist Joshua Redman dabei.

Drahtlos auf dem Laufenden

Mittlerweile gehört sie fast schon zur Grundausstattung eines Festivals: die eigene App. Und in diesem Jahr auch das die Premiere: die Jazzfestival Saalfelden App ist in den gängigen App-Stores bereits zu haben. Android / Apple

Tickets Jazzfestival Saalfelden

Tickets gibt es telefonisch unter +43 (0) 6582/70660 bestellt oder im Online-Shop erworben werden: https://www.jazzsaalfelden.com/de/tickets/online-bestellen. Ermäßigungen erhalten im Jahr 2019 Raiffeisen Club- & Ö1 Club- Mitglieder ÖBB-Vorteilscard- & AK-Card-Mitglieder.

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