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Norbert Steins Pata Messengers – we are – Review

Pata Messengers - we are - Cover

Pata 24

Es ist eine Suche nach pathetischer Musik, nach einer Mixtur aus Folklore, Mainstream und freiem Jazz. Norbert Steins Kompositionen – auf dieser CD sind es neun – bewegen sich zumeist in freien und expressiven Stakkati wie in den ersten beiden Stücken, sind aber auch lyrisch und verspielt wie in „El Fado“.Das Tenorsaxophon des Pata-Leaders kann weich und melodiös klingen, aber auch hart und explosiv. In gleicher Weise sind auch die Kompositionen angelegt – abwechslungsreich und stets voller Überraschungen.

Der Tenorsaxophonist erkundet musikalisch die einst existierenden Kontinente „Gondwana & Pangea“, legt ein Bekenntnis im Up-Tempo-Stück „What we are“ ab, das vor allem von der Leistung seiner kongenialen Partner Philip Zoubek am Piano, Joscha Oetz am Bass und Etienne Nillesen am spärlichen Drumset mit präparierten Snares und Cymbal lebt. Die kompositorischen Ausflüge führen von der Fado-Folklore und den indischen Feinheiten des „Diatonic Upanishad“ schließlich zu den gegensätzlichen Spielen in „Polarity“.

Komplexe Strukturen verwandeln sich in vereinfachende Melodien, aggressive Stakkati in lyrische und altersweise Nachdenklichkeiten – wie im anfangs metrisch ungebundenen „Mellstones“. Die Musik grummelt und schreit auf dem Saxophon, singt und perlt auf dem Piano, marschiert auf dem Bass und untermalt rhythmisch auf den Snares.

Das Album „We are“ lädt zur Interpretationen ein. Es klingt trotz seiner abwechslungsreichen Mixtur manchmal akademisch, bleibt aber auch bei mehrmaligem Anhören ein musikalischer Genuss.

(km)

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