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Evangelische Kirchenmusikausbildung in Tübingen

Bei Pop und Jazz spielt die Pfeifenorgel nur Nebenrolle

Die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche Württemberg hat ihr popularmusikalisches Studienangebot inhaltlich wie personell ausgebaut.

Seit Einführung des kirchenmusikalischen Bachelor-Pop-Profils im Jahre 2012 sowie des Master-Studiengangs Kirchliche Popularmusik drei Jahre später brachte die von erfahrenen Profis geleitete Ausbildung am Standort Tübingen bereits etliche hochqualifizierte sowie hauptberufliche kirchliche Jazz-und Popmusiker hervor.

Die Tübinger Hochschule bietet nun ab dem Sommersemester 2019 den neuen Bachelor-Studiengang „Popular-Kirchenmusik“ an. In diesem bilden die Popularmusikfächer das Gros des Curriculums (mit den möglichen Instrumentalhauptfächern Klavier oder Gitarre), ergänzt um Jazz/Pop-Chor- und Bandleitung, Songbegleitung, Arrangement, Neue Medien, Tonstudio-Arbeit sowie Percussion. Das Fach Orgel ist hingegen nur noch als Nebenfach vertreten.

Daneben bietet die Hochschule weiterhin auch den Master-Studiengang „Kirchliche Popularmusik“ an, der auch berufsbegleitend belegt werden kann.

Die Vernetzung zwischen „neuer“ und traditioneller Kirchenmusik im eigenen Haus, die moderne Ausstattung und die Anbindung an die vielfältige Jazz/Pop-Szene in Tübingen und Stuttgart mache die Ausbildung an der HKM Tübingen einzigartig, vermeldet die klerikale Ausbildungsstätte.  An der (auch vom Gebäude her seit 2017 renovierten) Hochschule wirken als neue Dozenten – neben Professor Patrick Bebelaar als Jazz/Pop-Piano-Dozent und Fachbereichsleiter oder Barbara Bürkle im Fach Gesang –  inzwischen auch Tobias Becker im Fach Arrangement und Piano sowie der Freiburger Beatboxer, Sänger und Chorleiter Julian Knörzer und der Tübinger Jazz-Bassist Axel Kühn mit. Zum engagierten Team gehören schon seit längerer Zeit die Vokalistin Barbara Bürkle und der Tontechniker Thomas Schmidt, bekannt durch die Bauer Studios in Ludwigsburg.  Eine kompetente Lehrkraft für Gitarre wird derzeit noch gesucht.

Patrick Bebelaar frohlockt: „Das Schönste: Die Absolventen werden händeringend gesucht, denn die evangelische Kirche braucht dringend Nachwuchs im Bereich der Kirchenmusiker, und längst hat man auch verstanden, dass diese (zum Teil) auch anders ausgebildet sein müssen, als in den letzten Jahren.“

Weitere Infos zu den Studiengängen wie auch den Aufnahmeprüfungsbedingungen auf der Website der Hochschule: www.kirchenmusikhochschule.de

 

 

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Text und Fotografie von Hans KumpfKumpfs Kolumnen

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