Pianistin Connie Crothers 75-jährig an Krebs verstorben

Den Impressionismen Lennie Tristanos verpflichtet

Crothers Foto KumpfConnie Crothers (* 2. Mai 1941 in Palo Alto, Kalifornien; † 13. August 2016) war eine US-amerikanische Pianistin und Komponistin des zeitgenössischen Jazz.
Connie Crothers erhielt als junges Mädchen klassischen Klavierunterricht und trat mit 12 Jahren als musikalisches Wunderkind öffentlich auf. Auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Kreativität auszudrücken, entdeckte sie den Jazz und studierte bei Lennie Tristano. Es folgte 1972 ein Recital in New Yorks Carnegie Hall.
Crothers zählte zu den wichtigen Figuren der Improvisatoren, die in der Tristano-Tradition spielen, und war Mitbegründerin der Lennie Tristano Jazz Foundation. Sie arbeitete mit einer Reihe von Jazzmusikern zusammen – wie Max Roach, mit dem sie das Duo-Album Switch (1982) aufnahm, oder mit dem Bassisten Henry Grimes. Unter eigenem Namen entstanden seit den 1970er-Jahren eine Reihe von Solo-, Duo- und Quartett-Aúfnahmen mit Eigenkompositionen auf dem von ihr gegründeten New Artists-Label, auf denen sie als Solistin spielte, sowie neben Roach auch Joe Solomon, Roger Mancuso, Richard Tabnik, Richard Twardzik, Lenny Popkin, Cameron Brown und Rich Califano mitwirkten. Außerdem spielte sie u. a. mit Lee Konitz, Jemeel Moondoc (Vision-Festival 2003) und Roscoe Mitchell. Sie war auch als Musikpädagogin tätig und hat einen großen Kreis von Schülern. 1980 konzertierte sie beim JazzFest Berlin in der Philharmonie (Foto: Kumpf). Connie Crothers starb am 13. August 2016 an den Folgen einer Krebserkrankung.