Mümpfers Jazznotizen

Klaus Mümpfers Jazznotizen

Hier finden sich alle Artikel von Klaus Mümpfer, die er für die Jazzpages über fast 20 Jahre geschrieben hat. Im Jahr 2018 musste sich Klaus aus der aktiven Arbeit zurückziehen. Seine hervorragenden Texte bleiben als Archiv verfügbar. Eine Auswahl seiner Jazzfotografie findet sich ebenfalls auf den Jazzpages.
Am 17. April 2021 ist Klaus Mümpfer im Alter von 78 Jahren verstorben.

  • Kai and the Gang & Phoenix Foundation in Mainz, 25.02.2012

    Text & Fotografie: Klaus Mümpfer Die Bassistin Vroni Frisch ist bei diesem Doppelkonzert von „Kai and the Gang“ und der „Phoenix-Foundation“ das verbindende Glied beider Formationen. Von ihr, dem ehemaligen Mitglied des rheinland-pfälzischen Jugendjazz-Orchesters, stammt die schönste Eigenkomposition des Abends. „Lightly“, eine Blues-Ballade mit spannenden rhythmischen Wechseln, einem fließenden und perlenden, impressionistisch wirkenden Keyboard-Solo von…

  • Duo Uwe Oberg – Frank Paul Schubert in Mainz, 3. Februar 2012

    Text & Fotografien: Klaus Mümpfer Der sperrige Thelonious Monk ist sicher eine der Schlüsselfiguren in der pianistischen Entwicklung von Uwe Oberg. Der eruptive Cecil Taylor ergänzend Anlehnungspunkt für die Energie und Kraft, die der Wiesbadener Pianist selbst in den leiseren und suchend tastenden Passagen beweist. Und im Grunde seines Herzens ist der Musiker, der Free-Jazz…

  • Das William Parker Quartett in der Rüsselsheimer Jazzfabrik, 26. Januar 2012

    Text & Fotografien: Klaus Mümpfer „Malachi’s Mode“ zeugt nach den freie-explosiven Kompositionen „Invocation und sowie „Statement #1“ mit seiner cantablen Melodiosität und beschwörenden Rhythmik von der Zweigleisigkeit der Musik des William Parker-Quartetts. Auf der einen Seite pflegt der Bassist mit seinen Kollegen den jazzbasierten Avantgardismus, auf der anderen Seite greift er zurück auf…

  • Folk-Jazz mit „o-ton“ in Nieder-Olm, 17. Dezember 2011

    Text & Fotografie: Klaus Mümpfer NIEDER-OLM Die Vier von der Noten-Tankstelle nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise quer durch Europa und nach Kleinasien. Die musikalische Tour führt vom spanisch-agentinischen Tango und Samba, dem französischen Musette-Walzer, nordisch-keltisch kühlen Klangteppichen und Balkan-Klezmer zur türkischen Modal-Melismatik und russischen Tänzen. „o-ton“ aus dem Taunus ist ein Quartett aus…

  • Christian Broecking: „Der Marsalis-Komplex – Studien zur Gesellschaftlichen Relevanz des afroamerikanischen Jazz zwischen 1992 und 2007“

    Broecking Verlag, Berlin, 216 Seiten, 49,90 Euro (ISBN 978-3-938763-32-2). Ist der Jazz Ausdruck des Protestes, wie Fans in Europa besonders mit dem Aufkommen des Free Jazz es so gerne interpretieren? Ist die „schwarze Musik“ Ausdruck einer „Black Community“, wie selbst amerikanische Kritiker oftmals behaupten? Der Jazz-Liebhaber, Soziologe und Journalist Christian Broecking ist dieser Frage in…

  • Vincente Amigo Group in Mainz Frankfurter Hof, 27.11.2011

    Text: Klaus Mümpfer / Fotos: Edition Salzgeber „Um Vicente Amigo zu hören, würde ich glatt 300 Kilometer fahren“, schwärmt ein Gitarrist und Gitarrenlehrer. „Und nun spielt er hier in Mainz.“ Wie er scheinen viele Gleichgesinnte zu denken, denn der Frankfurter Hof ist nahezu ausverkauft. Das Publikum feiert den Flamenco-Künstler aus Cordoba frenetisch und erzwingt Zugaben.…

  • Inge Brandenburg: „Sing! Inge! Sing!“ Silver Spot Records 1036002 SSR und Film von Marc Boettcher

    Text: Klaus Mümpfer / Fotos: Edition Salzgeber „Sie hat meine Seele berührt“, gesteht der Impressario Fritz Rau, wenn er sich an Inge Brandenburg erinnert. „Ihr Gesicht ist wie eine Landschaft“, stellt der Mann, der viele tausend Konzerte mit Jazz-, Blues- und Rockmusikern betreut hat, an anderer Stelle fest: Vielfältig und unergründlich wie eine Landschaft war auch…

  • „Hyperactive Kid“ in der Rüsselsheimer Jazzfabrik, 17. November 2011

    In „Caracrass“ klingt ein kurzer Lauf auf dem Tenorsaxofon wie die Sirene eines Polizeiwagens. Die Komposition der „Hyperactive Kid“ erzählt von den Erfahrungen des Trios bei einem Besuch in Caracas, wo die Berliner Musiker von der Militärpolizei abtransportiert und stundenlang verhört wurden. „Boom“ beginnt als Free-Jazz-Collage mit einem pulsierenden Schlagzeug, einer schrägen Linie auf der…

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