Jazztival Bühl 14.–17.11.2019: Harp meets Jazz

Vom 14. bis 17. Novem­ber ist wie­der Jazz­ti­val-Zeit in Bühl, mit einem dich­ten und abwechs­lungs- rei­chen Kon­zert­pro­gramm an allen vier Tagen. Nach dem erfolg­rei­chen „Women in Jazz“- Schwer­punkt vor zwei Jah­ren steht dies­mal ein Instru­ment im Mit­tel­punkt, das im Jazz eher sel­ten auf die Büh­ne kommt: die gro­ße Kon­zert­har­fe. Zu Unrecht, wie sich beim Jazz­ti­val zei­gen wird, das im Novem­ber die bes­ten Jazz-Har­fis­ten der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Sze­ne nach Bühl holt und so die erstaun­li­chen klang­li­chen und impro­vi­sa­to­ri­schen Mög­lich­kei­ten der Har­fe vor­führt– ein klas­si­sches Instru­ment, das eben auch eine ech­te Jazz-See­le haben kann.

Zunächst macht aber am Don­ners­tag die Big Band des Bun­des­po­li­zei­or­ches­ters Mün­chen den Auf­takt, die in der Tra­di­ti­on der gro­ßen Swing-Ära von Elling­ton bis Glenn Mil­ler steht, aber auch Rock und Funk im Reper­toire hat. Der Jazz­chor Frei­burg prä­sen­tiert am Frei­tag bekann­te Jazz- Stan­dards in per­fek­ten A‑cap­pel­la-Arran­ge­ments zum Auf­wär­men, bevor dann gegen 21.00 Uhr die preis­ge­krön­te Har­fen-Vir­tuo­sin Eve­lyn Huber zusam­men mit dem New Yor­ker Siri­us Streich- quar­tett die Büh­ne des Bür­ger­saals betritt – eine idea­le musi­ka­li­sche Part­ner­schaft der Sai­ten­in- stru­men­te mit her­aus­ra­gen­den Instru­men­ta­lis­ten.

Kathrin Pechloff - Photo: Schindelbeck

Der Sams­tag beginnt mit dem fast klas­si­schen Ber­li­ner Jazz-Trio von Kath­rin Pech­lof, nur, dass hier neben Bass und Saxo­fon eben Pech­lofs Har­fe eine zen­tra­le Rol­le ein­nimmt und man unter Ver­zicht auf ein Schlag­zeug im anspruchs­vol­len Grenz­be­reich zwi­schen Kom­po­si­ti­on und Impro­vi­sa­ti­on auch Neu­land betritt. Danach wagt sich gegen 21.00 Uhr noch ein­mal ein gro­ßer Har­fist allein auf die Büh­ne: Park Stick­ney aus New York. Der Pro­fes­sor für Jazz­har­fe in Lon­don nutzt mit vir­tuo­ser Tech­nik und vol­lem Kör­per­ein­satz sein Instru­ment so krea­tiv und inno­va­tiv, dass die manch­mal damit ver­bun­de­nen sakra­len oder äthe­ri­schen Klang­vor­stel­lun­gen schnell ver­ges- sen sind.

Den Jazz­ti­val-Abschluss über­nimmt das Iza­bel­la Effen­berg Quin­tett aus War­schau. Effen­berg spielt in ihrer mit Saxo­fon, Bass und Schlag­zeug tra­di­tio­nell besetz­ten Band eben­falls Har­fe, aber sie ist auch eine der ganz weni­gen euro­päi­schen Jazz-Vibra­fo­nis­tin­nen und spielt zudem die afri­ka­ni­sche Mbi­ra, ein Art Kalim­ba. Mit den ruhi­gen, schwe­ben­den Klang­far- ben des Vibra­fons gelingt ihr eine beson­de­re Mischung aus Welt­mu­sik, Jazz, klas­si­schen Ele­men- ten und Impro­vi­sa­ti­on. Eine im bes­ten Sin­ne grenz­über­schrei­ten­de Musik, in der auch das Vibra­fon – wie in den vori­gen Kon­zer­ten die Har­fe – sein erstaun­lich viel­fäl­ti­ges Klang- und Spiel­spek­trum zeigt.

Natür­lich folgt auf den Kon­zert­abend am Sams­tag, 16. Novem­ber, beim Büh­ler Jazz­ti­val auch wie­der das belieb­te „Jazz-in-Kneipen“-Angebot, um in der Innen­stadt den Abend aus­klin­gen zu las­sen. Außer­dem gibt es ein umfang­rei­ches Rah­men­pro­gramm mit u.a. einem Kin­der­kon­zert sowie Inklu­si­ons- und Senio­ren­pro­jek­ten. Pro­fes­sor Park Stick­ney gibt oben­drein einen Meis­ter-Inter­pre­ta­ti­ons­kurs, ein Kom­po­si­ti­ons­auf­trag für Big Band und Har­fe geht an Nils Klein, und die Büh­ler Geschäfts­welt betei­ligt sich auch tags­über mit ver­schie­de­nen Jaz­zak­tio­nen.

| www.jazztivalbuehl.de

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