Jazz Violinist Billy Bang gestorben


 Foto: Hans Kumpf

20. September 1947 – 11. April  2011

Sein nächster Auftritt, Anfang Juni war schon geplant, aber am 11. April verlor der amerikanische Jazz-Violinist Billy Bang (William Vincent Walker) den Kampf gegen seinen Lungenkrebs in New York.

Aus den Südstaaten stammend zog seine Familie nach New York wo Billy Bang in der Bronx aufwuchs und früh mit dem Geigenspiel begann. Damals allerdings in Klassikgefilden. Einen tiefen Einschnitt in das Leben von Billy Bang brachte sein Einsatz in Vietnam mit sich. Seiner Erlebnisse dort verfolgten ihn zeitlebens und auch musikalisch sollte er sie explizit in den Alben „Vietnam: The Aftermath“ (2001) und „Vietnam: Reflections“ (2004) verarbeiten.

Seit den 70er Jahren war er als Jazzmusiker dem Freien Jazz zugewandt, seine Lehrmeister waren zu Beginn der Bassist Wilbur Ware und auf der Violine Leroy Jenkins. Er arbeitete mit Sam Rivers und war kurz Mitglied im Sun Ra Arkestra. Seit den 70er Jahren unternahm er regelmäßig Tourneen auch in Europa.

1977 gründete Bang mit dem Gitarristen James Emery und dem Bassisten John Lindberg das String Trio of New York, arbeitete mit Ronald Shannon Jackson und seit den 80er Jahren mit einer Vielzahl weiterer Musiker wie  Hamiett Bluiett, Sun Ra, Don Cherry und David Murray.

Als Leader veröffentlichte er 17 Alben, als Sideman war vor allem seine Zusammenarbeit mit dem Bassisten Wiliam Parker beeindruckend.

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