F.I.M. Festival 2026 bringt internationale Improvisationsszene nach Frankfurt

Das Forum improvisierter Musik kündigt für Anfang Oktober ein umfangreiches Programm mit international besetzten Konzerten, Soloformaten, Filmvorführungen, Workshops und interdisziplinären Projekten an. Das Festival für improvisierte Musik findet vom 1. bis 4. Oktober 2026 an verschiedenen Orten in Frankfurt am Main statt, darunter das Gallus Theater, die Brotfabrik Frankfurt, die Alte Nikolaikirche, das Mal Seh’n Kino sowie die KunstKulturKirche Allerheiligen.

Das Programm verbindet unterschiedliche Strömungen improvisierter Musik zwischen Free Jazz, elektroakustischer Musik, Neuer Improvisationsmusik und experimentellen Grenzbereichen. Neben Solokonzerten und Ensembleprojekten sind auch Formate mit Tanz sowie elektronische Sets angekündigt.

Zu den internationalen Gästen zählen unter anderem Hamid Drake, Elliott Sharp, Chris Corsano, Paal Nilssen-Love, Alexander von Schlippenbach, Rudi Mahall, Shahzad Ismaily, Kit Downes sowie Eivind Aarset. Auch Musiker der jüngeren europäischen Improvisationsszene wie Camila Nebbia, Anushka Chkheidze, Tizia Zimmermann oder Philipp Gropper sind im Programm vertreten.

Fotos: Schindelbeck

Bereits der erste Festivaltag im Gallus Theater steht ganz im Zeichen spontaner musikalischer Begegnungen. Solobeiträge von Els Vandeweyer, Max Clouth, Carl Ludwig Hübsch und Chris Corsano werden dort mit improvisierten Formationen und Tanzprojekten kombiniert. An den folgenden Tagen konzentriert sich das Festival zunehmend auf internationale Ensemblekonstellationen und genreübergreifende Projekte.

Zum Rahmenprogramm gehören außerdem Workshops und Masterclasses zur Praxis der Improvisation, unter anderem mit Elliott Sharp und Hamid Drake an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Hinzu kommt eine Filmvorführung der Dokumentation „Als Mensch ein Solist“ über den Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer mit anschließendem Gespräch und Soloauftritt.

Das Forum improvisierter Musik knüpft mit dem Festival an eine lange Frankfurter Tradition improvisierter Musik an. Die Initiative wurde 1993 von Alfred Harth und Christoph Korn gegründet und entwickelte sich in den 1990er Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt der freien Improvisationsszene. Nach einer längeren Pause wurde das F.I.M. ab 2014 in neuer Form wiederbelebt und versteht sich heute als Plattform für improvisierte Musik in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

| F.I.M. – Forum improvisierter Musik

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© 1997 – today | ISSN 2751-4099

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