SWR 2 – Jazz-Programm Mai 2019

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Fast alle Jazz-Sen­dun­gen von SWR2 kön­nen als Audio on Demand im Inter­net 7 Tage online nach­ge­hört wer­den. Auf www.swr2.de/jazz fin­den sich auch Play­lists und und wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm.

Don­ners­tag, 2. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Maga­zin
Von Odi­lo Claus­nit­zer

Neu­es aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Maga­zin von SWR2 regel­mä­ßig prä­sen­tiert. Wie immer erwar­ten Sie in die­ser Sen­dung Infor­ma­tio­nen über bevor­ste­hen­de Events, Rezen­sio­nen über Fes­ti­vals, Buch­be­spre­chun­gen und jede Men­ge brand­neu­er Alben.

Frei­tag, 3. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Klang­for­schung und Net­wor­king
Die bel­gi­sche Pia­nis­tin Mar­lies Deback­er
Von Tho­mas Loew­ner

An der Schnitt­stel­le zwi­schen impro­vi­sier­ter Musik, Free Jazz und Neu­er Musik bewe­gen sich die Arbei­ten von Mar­lies Deback­er. Als Pia­nis­tin kon­zen­triert sie sich dar­auf, die klang­li­chen Mög­lich­kei­ten ihres Instru­ments aus­zu­lo­ten – vom Spiel auf Tas­ten und Peda­len über insi­de play­ing bis hin zur Ver­wen­dung von Prä­pa­ra­tio­nen. Dane­ben ist Deback­er auch sehr aktiv als Orga­ni­sa­to­rin und Ver­mitt­le­rin, unter ande­rem im Köl­ner Impakt-Kol­lek­tiv und – zusam­men mit ihren Kol­le­gen Carl Lud­wig Hübsch und Salim Javaid – als Ver­an­stal­te­rin der die Kon­zert­rei­he „Platt­form nicht doku­men­tier­ba­rer Ereig­nis­se“.

Sams­tag, 4. Mai, 9:05 – 10:00 Uhr
Musik­stun­de: Jazz across the Bor­der
Von Gün­ther Hues­mann

Der wohl auf­fal­lends­te Trend im aktu­el­len Jazz ist sei­ne fort­schrei­ten­de Glo­ba­li­sie­rung. Ent­stan­den um 1900 in den USA als hybri­de Musik, ist der Jazz durch die Idee groß gewor­den, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Ande­rem beschäf­tigt als nur mit sich selbst. Die in der Impro­vi­sa­ti­on ange­leg­te Idee des Dia­logs erleich­tert es Jazz­mu­si­kern, sich ande­ren Sti­len und Musik­kul­tu­ren zu öff­nen. So ist Jazz zu einer „glo­bal lan­guage“ gewor­den. „Jazz across the Bor­der“ hört auf unter­halt­sam-infor­ma­ti­ve Wei­se hin.

Sams­tag, 4. Mai, 22:30 – 23:00 Uhr
Jazz­ti­me: Geschich­te eines Jazz­stan­dards (19)
Lone­ly Woman
Von Hans-Jür­gen Schaal

Als Ornet­te Cole­man, der „Vater des Free Jazz“, vor 60 Jah­ren sei­ne ers­te Plat­te für ein gro­ßes Label mach­te, eröff­ne­te er sie mit einer Bal­la­de: „Lone­ly Woman“. Das Stück war inspi­riert von einem Gemäl­de, das Cole­man in einer Gale­rie gese­hen hat­te: „Die Frau hat­te den ein­sams­ten Aus­druck der Welt“, erzähl­te er in einem Inter­view. Sein Quar­tett spiel­te die schö­ne, blue­si­ge Melo­die ruba­to, aber mit einem schnel­len Beat – gewiss kein typi­scher Free Jazz. „Lone­ly Woman“ wur­de qua­si umge­hend zu einem Klas­si­ker – in ver­schie­de­nen Sti­lis­ti­ken inter­pre­tiert von den unter­schied­lichs­ten Musi­ke­rIn­nen.

Diens­tag, 7. Mai, 21:03 – 22:00 Uhr
Jazz Ses­si­on: His-Sto­ry
Jason Morans Hom­mage an James Ree­se Euro­pe & The Har­lem Hell­figh­ters beim Jazz­fest Ber­lin 2018
Am Mikro­fon: Julia Neu­pert

Im Mai vor 100 Jah­ren ist James Ree­se Euro­pe im Alter von nur 38 Jah­ren tra­gisch gestor­ben – nach der Mes­ser­at­ta­cke eines Mit­mu­si­kers. Nur weni­ge Mona­te, nach­dem er als Sol­dat und Orches­ter­lei­ter aus dem Ers­ten Welt­krieg zurück­ge­kehrt war. In einem mul­ti­me­dia­len Hom­mage-Pro­jekt „James Ree­se Euro­pe & The Absence Of Ruin“ erin­ner­te der Pia­nist Jason Moran beim Jazz­fest Ber­lin an Euro­pe als eine inno­va­ti­ve und schil­lern­de Künst­ler­per­sön­lich­keit und nicht zuletzt an den Mann, der als Lei­ter einer Mili­tär­band den Sound des frü­hen Jazz nach Euro­pa impor­tiert hat.

Don­ners­tag, 9. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Retro Sounds, Future Rhythms
Der Schlag­zeu­ger Anton Eger
Von Micha­el Rüsen­berg

Anton Eger ist das, was man im Eng­li­schen einen „busy drum­mer“ nennt: ein agi­ler, inter­ak­ti­ver Schlag­zeu­ger, der sich nicht mit einem Back­beat begnügt. Seit Jah­ren Mit­glied des Tri­os Phro­ne­sis und Stamm­schlag­zeu­ger bei Mari­us Neset, hat der 38-jäh­ri­ge Nor­we­ger mit schwe­di­schem Pass jetzt sein ers­tes Solo-Album vor­ge­legt: „Æ“ ist Pop wie ihn Jazz­mu­si­ker spie­len. Die Klang­far­ben sind retro, es kom­men ana­lo­ge Syn­the­si­zer aus den 1970-er Jah­ren zum Ein­satz und das sogar das noch älte­re Mel­lo­tron. Aber die Rhyth­men grei­fen in die Zukunft!

Frei­tag, 10. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Ses­si­on: When did your Heart break?
Moor Mother mit Roscoe Mit­chell und Irrever­si­ble Ent­an­gle­ments beim Jazz­fest Ber­lin 2018
Am Mikro­fon: Fran­zis­ka Buh­re

Was beim Jazz­fest Ber­lin sei­nen Anfang nahm, hat sich zu einem beacht­li­chen Aus­tausch ent­wi­ckelt: Die Spo­ken-Word-Künst­le­rin und Musi­ke­rin Camae Aye­wa ali­as Moor Mother stand mit dem Saxo­fo­nis­ten Roscoe Mit­chell erst­mals gemein­sam in Ber­lin auf der Büh­ne. Seit­dem gibt das Duo immer wie­der Kon­zer­te. Moor Mother war beim Jazz­fest auch im Kreis ihres Quin­tetts Irrever­si­ble Ent­an­gle­ments zu hören. Mit einem furio­sen Set bewies die Band, wie dring­lich die Appel­le des Free Jazz bis heu­te sind.

Sams­tag, 11. Mai, 22:30 – 23:00 Uhr
Jazz­ti­me: Satch­mos Riva­le
Der Trom­pe­ter Jabbo Smith
Von Gerd Filt­gen

Mit fas­zi­nie­ren­dem Trom­pe­ten­spiel erreg­te der erst neun­zehn­jäh­ri­ge Jabbo Smith Auf­se­hen im New York der 1920-er Jah­re. Dafür hat­te sein hin­rei­ßen­des Solo in Duke Elling­tons „Black And Tan Fan­ta­sy“ gesorgt. Auch in ande­ren Bands der dama­li­gen Zeit, wie Char­lie Johnson’s Ori­gi­nal Para­di­se Ten und den Loui­sia­na Sugar Babies, glänz­te Smith mit vir­tuo­sen Impro­vi­sa­tio­nen, die eine ähn­li­che Inten­si­tät wie Lou­is Arm­strongs Soli auf­wie­sen. Mit sei­ner Band „Rhythm Aces“ spiel­te der Trom­pe­ter auch ori­gi­nel­le eige­ne Stü­cke wie „Jazz Batt­le“ und „Deca­tur Street Tut­ti“ ein.

Don­ners­tag, 16. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Ses­si­on: Kraft­werk der Groo­ves
Die Kama­si Washing­ton Band beim Inn­tö­ne Fes­ti­val 2018
Am Mikro­fon: Gün­ther Hues­mann

Kama­si Washing­ton gehört zu den erfolg­reichs­ten Jazz­mu­si­kern der Gegen­wart. Zugleich ist er unter Kri­ti­kern höchst umstrit­ten. Bringt der Saxo­fo­nist aus L.A., der sich auf sei­nem aktu­el­len Album-Cover als Mann zeigt, der über Was­ser wan­delt, wirk­lich eine neue Saxo­fon­spra­che in den Kanon ein? Oder nicht? Unab­hän­gig von sol­chen Debat­ten hat sich Washing­ton eine gro­ße jun­ge Fan-Gemein­de erspielt. Und dafür gibt es einen Grund: Denn sein Spiel gibt dem Spi­ri­tu­al Jazz einen uner­war­te­ten neu­en Schub, indem Washing­ton ihn mit Ele­men­ten aus Fusi­on, Hip-Hop und Pro­test Music berei­chert.

Frei­tag, 17. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Ses­si­on: Impro­vi­sa­ti­on trifft Tra­di­ti­on
Neue Folk-Sounds in der impro­vi­sier­ten Musik Skan­di­na­vi­ens
Von Tho­mas Loew­ner

Im skan­di­na­vi­schen Jazz spiel­te die Volks­mu­sik schon immer eine zen­tra­le Rol­le. Und auch in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit haben impro­vi­sie­ren­de Musi­ke­rIn­nen und Bands die­se Linie fort­ge­führt. Ihre Ansät­ze rei­chen von der Ver­wen­dung tra­di­tio­nel­ler Instru­men­te wie etwa der nor­we­gi­schen Har­d­an­ger Fidd­le über den Ein­satz über­lie­fer­ter Gesangs­tech­ni­ken bis hin zur Adap­ti­on von tra­dier­ten Melo­di­en. Bemer­kens­wert ist die Selbst­ver­ständ­lich­keit, mit der dies häu­fig geschieht. Auf die­se Wei­se ent­steht eine Musik, die mit­un­ter weit in die Ver­gan­gen­heit zurück­reicht und zugleich sehr zeit­ge­mäß klingt.

Sams­tag, 18. Mai, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazz­ti­me: O Gran­de Amor
Der Saxo­fo­nist Stan Getz spielt Bos­sa Nova
Von Hans-Jür­gen Schaal

Der Mann, der Bra­si­li­ens Bos­sa Nova einst welt­be­rühmt mach­te, war ein Jazz­sa­xo­fo­nist aus den USA. „Jazz Sam­ba“ hieß Stan Getz’ ers­tes Bos­sa-Album – das gleich auf Platz 1 der ame­ri­ka­ni­schen Pop­charts lan­de­te. Ein Jahr spä­ter hat­te Getz bereits vier wei­te­re Alben mit melo­disch-geschmei­di­gem „Bos­sa Jazz“ auf­ge­nom­men. Am bekann­tes­ten wur­de „Getz/Gilberto“, das lan­ge als das erfolg­reichs­te Album der Jazz­ge­schich­te galt. Die Aus­kopp­lung „The Girl From Ipa­ne­ma“ mit dem Gesang von Astrud Gil­ber­to läuft noch heu­te in Bars und Bis­tros rund um den Glo­bus.

Diens­tag, 21. Mai, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Ses­si­on: Home­zo­ne – Jazz in Süd­west
Der Mann­hei­mer Per­kus­sio­nist Joss Turn­bull
Von Julia Neu­pert

Unse­re monat­li­che Sen­de­rei­he „Home­zo­ne“ führt regel­mä­ßig an die vie­len ver­schie­de­nen Orte, an denen der Jazz im Süd­wes­ten zu Hau­se ist. In der Mai-Aus­ga­be geht es in den Mel­ting-Pot Mann­heim – zu Joss Turn­bull, dem ers­ten Preis­trä­ger des „Kath­rin-Prei­ses“, der ihm Ende die­ser Woche im Jazz­in­sti­tut Darm­stadt ver­lie­hen wird. Wie lässt es sich mit­ein­an­der impro­vi­sie­ren, wenn man aus ver­schie­de­nen musi­ka­li­schen Kul­tu­ren kommt? Das ist eine der Fra­gen, die sich Turn­bull als Künst­ler immer wie­der stellt – und dar­auf in sei­nen unter­schied­li­chen Pro­jek­ten nach Ant­wor­ten sucht.

Don­ners­tag, 23. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Modern Jazz und Milch­wirt­schaft
Wie in Vor­arl­berg eine neue Sze­ne ent­stand
Von Hen­ry Alt­mann

Lie­be ver­mag Wun­der zu voll­brin­gen. Ende der 1990er-Jah­re führ­te sie einen Stan-Getz-Pia­nis­ten vom Hud­son River an den Boden­see. Weil sich Peter Madsen zwi­schen sei­nen Tour­ne­en lang­weil­te, begann er Musi­ker für moder­nen Jazz zu suchen – fand aber kei­ne. Also „mach­te“ er sich wel­che und ver­an­stal­te­te Jazz­work­shops im nahen Dorn­birn. 20 Jah­re spä­ter haben sich sei­ne Zög­lin­ge ins euro­päi­sche Jazz­le­ben gespielt, gibt es in Vor­arl­berg neben Tra­di­ti­ons-Jazz­clubs ein Avant­gar­de­jazz­fes­ti­val und vie­le Kul­tur­in­itia­ti­ven. Hen­ry Alt­mann besucht eine Land­schaft, die von Volks­mu­sik zum Modern­jazz mu(h)tiert.

Frei­tag, 24. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Ses­si­on: Away with You
Das Mary Hal­vor­son Octet beim Jazz­fest Ber­lin 2018
Am Mikro­fon: Nina Pola­schegg

Die New Yor­ker Gitar­ris­tin Mary Hal­vor­son zählt zu den umtrie­bigs­ten und inter­es­san­tes­ten Jazz­mu­si­ke­rin­nen der jün­ge­ren Genera­ti­on. Ihr prä­zi­ser Anschlag, ihre Vor­lie­be zu über­ra­schen­den Wech­seln und flie­ßen­den Motiv-Phra­sen tra­gen mit zu ihrem cha­rak­te­ris­ti­schen Sound bei. Beim Jazz­fest Ber­lin war sie als Artist in Resi­dence mit unter­schied­lichs­ten Pro­jek­ten zu Gast. Unter ande­rem brach­te sie ihr Oktett erst­mals in Euro­pa zu Gehör – zum Abschluss des Fes­ti­vals: Gro­ßes Fina­le mit Abs­trak­ti­on und lyri­schen Bal­la­den, mit Wal­zer und mäan­dern­den Fort­spin­nun­gen.

Sams­tag, 25. Mai, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazz­ti­me: Drums for the Soul
Der Schlag­zeu­ger Bil­ly Cob­ham
Von Kars­ten Müt­zel­feldt

Wenn ein legen­dä­rer Musi­ker von der Neu­en in die Alte Welt zieht, dann auch, um der Hek­tik des ame­ri­ka­ni­schen Musik-Lebens zu ent­ge­hen. Bil­ly Cob­ham, der einst für Miles Davis trom­mel­te und mit dem Maha­vish­nu Orches­tra Geschich­te schrieb, zog 1981 in die Schweiz. Von dort aus bau­te er ein kon­ti­nen­ta­les Netz­werk auf: mit Bands in Nor­we­gen, Däne­mark, Ita­li­en, der Schweiz und Deutsch­land. Neben Fusi­on spielt er inzwi­schen wie­der akus­ti­schen Jazz und arbei­tet mit kuba­ni­schen Musi­kern – ein afro-kari­bi­sches Aben­teu­er, das ihn auch sei­nen Wur­zeln näher­bringt: Bil­ly Cob­hams Geburts­land ist Pana­ma.

Diens­tag, 28. Mai, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Ses­si­on: My Favo­ri­te Discs
Am Mikro­fon: Ulrich Kriest

Per­sön­li­che Lieb­lings­al­ben aus der älte­ren oder jün­ge­ren Jazz­ge­schich­te wer­den in der Rei­he „My Favo­ri­te Discs“ regel­mä­ßig vor­ge­stellt: von den Autorin­nen und Autoren unse­rer SWR2-Jazz­re­dak­ti­on. Legen­dä­re Klas­si­ker oder weni­ger bekann­te Favo­ri­ten – war­um gera­de ein bestimm­tes Album sie so beein­druckt hat, erklä­ren sie in die­ser Sen­dung.

Don­ners­tag, 30. Mai, 19:35 – 20:00 Uhr
SWR2 Jazz: Yeah!!!
Are­tha Fran­k­lin und der Jazz
Von Odi­lo Claus­nit­zer

Are­tha Fran­k­lin war die unum­strit­te­ne Köni­gin des Soul. Sie hat aber auch eini­ge hörens­wer­te Jazz-Auf­nah­men gemacht. 1965 erschien ihre Plat­te „Yeah!!!“, ein Quar­tett-Album, auf dem sie sich unter ande­rem als mit­rei­ßen­de Inter­pre­tin von Stan­dards zeigt. „Soul 69“ brach­te sie mit einer gan­zen Big Band zusam­men, „Hey Now Hey“ (1973) mit dem Pro­du­zen­ten Quin­cy Jones.

Don­ners­tag, 30. Mai, 23:35 – 24:00 Uhr
SWR2 NOWJazz: Urba­ne Busch­män­ner
Eine 21-CD-Box fei­ert das Art Ensem­ble of Chi­ca­go
Von Bert Noglik

Mit dem Art Ensem­ble of Chi­ca­go wuchs der Jazz über sei­ne kon­ven­tio­nel­le Begriff­lich­keit hin­aus. Und er fand zugleich zurück zu den Inspi­ra­ti­ons­quel­len jahr­hun­der­te­al­ter Über­lie­fe­rung. Mul­ti­in­stru­men­ta­lis­mus, sze­ni­sche Dar­bie­tungs­for­men, dif­fe­ren­zier­te Aus­lo­tun­gen des Spek­trums zwi­schen Klang und Stil­le – für die aus der Chi­ca­go­er Musi­ker­ko­ope­ra­ti­ve AACM her­vor­ge­gan­ge­ne Grup­pe erschloss sich die Dimen­si­on der Avant­gar­de auch aus ihrer spi­ri­tu­el­len Aneig­nung. Zum 50-jäh­ri­gen Jubi­lä­um doku­men­tiert jetzt eine CD-Edi­ti­on die unter­schied­li­chen Ansät­ze der Kult­band.

Frei­tag, 31. Mai, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Welt­fremd oder in der Viel­falt geeint?
Auf der Suche nach Diver­si­tät in Deutsch­lands Jazz­sze­nen
Von Fran­zis­ka Buh­re

Jazz ent­stand einst auf der Basis gesell­schaft­li­cher Viel­falt, doch die Musik exis­tiert vie­ler­orts nur noch in einer Nische. Wer Jazz hier­zu­lan­de stu­diert und spielt, hat zwar inter­na­tio­na­le Kol­le­gIn­nen – aber ist die Sze­ne auch divers? Haben alle Akteu­rIn­nen den glei­chen Zugang zu Spiel­stät­ten, Fes­ti­vals und För­de­run­gen? Der berühmt-berüch­tig­te „Jazz­kel­ler“ zum Bei­spiel ist in mehr­fa­cher Hin­sicht nicht bar­rie­re­frei. Die Sen­dung fragt, wie Diver­si­tät im Jazz gegen­wär­tig wahr­ge­nom­men wird, von Musi­ke­rI­in­nen, dem Publi­kum, Orga­ni­sa­to­rIn­nen und Inter­es­sens­ver­tre­tun­gen.

Mon­tag bis Sams­tag, 17:50 – 18:00 Uhr
Jazz vor Sechs

Ent­de­ckungs­freu­dig oder klas­sisch – wir prä­sen­tie­ren täg­lich aktu­el­le Ver­öf­fent­li­chun­gen sowie Auf­nah­men aus unse­rem Archiv.

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