Jazz, RIP

Roy Hargrove ist gestorben

Roy Hargrove - Photo: Schindelbeck

Der US-amerikanische Trompeter Roy Hargrove ist am 3. November 2018 im Alter von 49 Jahren in New York gestorben.

Wie Hargroves Management mitteilte erlag der Musiker einem Herzstillstand. Roy Hargrove war seit vielen Jahren wegen einer Nierenerkrankung auf Dialyse angewiesen.  Hargrove galt als führender Trompeter seiner Generation und deckte ein weites Spektrum von Neobop über Latin bis hin zu Funk und Hip-Hop-Elementen in seiner Musik ab.

Er gewann zweimal den Grammy, im Jahr 2003 für sein Album „Directions in Music“ mit Herbie Hancock und Michael Brecker und für „Habana“ als beste Latin-Platte.

Roy Hargrove wurde von Wynton Marsalis entdeckt, als dieser Hargroves High School in Dallas besuchte. Starken Einfluss auf Hargrove hat der Saxophonist David „Fathead“ Newman ausgeübt, der zusammen mit Ray Charles an seiner Highschool auftrat. Hargrove studierte 1988–1989 im Berklee College of Music in Boston, trat aber zu dieser Zeit schon oft in New York auf und wechselte schließlich an die The New School in New York. Dort machte er auch seine ersten Aufnahmen zusammen mit dem Saxophonisten Bobby Watson. Es folgten Aufnahmen mit Superblue, Mulgrew Miller und Kenny Washington. 1990 erschien sein erstes Soloalbum Diamond in the Rough.
Verve ermöglichte Hargrove Aufnahmen mit vielen Größen des Jazz, unter anderem mit Joe Henderson, Stanley Turrentine, Johnny Griffin, Joshua Redman und Branford Marsalis.

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