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Ditzners Club – Neue Jazzreihe im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen

Erwin Ditzner - Photo Schindelbeck Jazzfotografie

Ditzners Club? Da klingen bei manchem Jazzkenner der Metropolregion Rhein-Neckar die Ohren. Steht nicht noch eine gleichnamige CD im Regal, aus dem Jahr 2000? Und mit dem kostbaren Fundstück kriecht die Erinnerung an an die gleichnamige Jazzreihe mit ganz unterschiedlichen Projekten hervor: im Mittelpunkt immer der umtriebige und mit allen Jazzwassern gewaschene Schlagzeuger aus Ludwigshafen.

Musikalisch gehört Ditzner zu den originellsten Drummern der Gegenwart. Er ist in vielen Genres zu Hause und bekannt für die Reduktion seines Drumsets – manchmal reicht ihm lediglich eine Snare Drum. Seine besondere Stellung als Schlagzeuger spiegelt sich auch in seiner festen „Carte Blanche“ beim Enjoy Jazz Festival wider – außergewöhnlich, dass Festivalchef Rainer Kern ihm blind vertraut, und alljährlich freie Hand bei der Wahl seiner Musiker bei seinem Konzert dort gibt.

In Ludwigshafen lebt die Idee von „Ditzners Club“ jetzt wieder auf, in einer neuen Jazz-Reihe im Wilhelm-Hack-Museum. Am Rande einer Veranstaltung dort sprach Erwin Ditzner den Chef des Hauses, René Zechlin, auf den guten Flügel dort an und ob er sich auch Jazzveranstaltungen im Hack Museum vorstellen könne. Er konnte, und damit war die Idee in der Welt und der Rahmen, mit drei bis vier Konzerten pro Jahr, schnell gefunden. Gemeinsam ist allen Veranstaltungen die Beteiligung Erwin Ditzners und der Anspruch die ganz unterschiedlichen musikalische Welten in denen er sich bewegt auf die Bühne zu bringen.

Das Auftaktkonzert am 4. Mai steht unter dem Motto „Miles, Monk and more“ und der Titel und die Besetzung (Stephan Zimmermann, Trompete, Paata Demurishvili, Piano, Thomas Stabenow, Kontrabass) verraten es: klassischer Jazz steht auf dem Programm.

Dass Ditzner noch ganz andere Stile aus seinem Schlagzeug und seinen Mitmusikerinnen und Musikern herauslocken kann, das zeigen die geplanten weiteren Konzerte. Mit der herausragenden Berliner Pianistin Aki Takase im Duo steht freier Jazz auf dem Programm (das für Anfang Juni geplante Konzert muss allerdings leider verschoben werden!). Musik von Funk über Rock bis hin zu folkloristischer Weltmusik steht auf dem weiteren Programm. Im Herbst  darf man sich auf das vielgelobte Wagner-Projekt mit Saxoponist Lömsch Lehmann und Matthias TC Debus am Bass freuen.

| www.ditzner.de
| Wilhelm-Hack-Museum

 

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