„Corona Series“ Rüsselsheim ab März 2021

Das „C‑Wort“ will am Ende dieses Jahres keiner mehr hören, lesen oder schreiben. Aber es ist unvermeidbar, in allen Lebensbereichen. So auch im Jazz: Die ersten Konzerte im Jahr 2021 sind bereits verschoben und einige der geplanten frühen Festivals abgesagt.

Und so ist ist es durchaus schlüssig, eine spezielle Konzertreihe als Reaktion auf Corona im Jahr 2021 auch so zu bezeichnen: „Corona Series“.

Die geplante Jazz-Konzertreihe in Rüsselsheim am Main ist ein Zeichen der Solidarität in Zeiten der Corona-Krise. Der Kurator der Großen Reihe innerhalb der „Jazz-Fabrik“, Stephan A. Dudek hat die Initiative übernommen. Es ist eine Reaktion des Rüsselsheimer Netzwerkes „Jazz-Fabrik“ auf die Gegebenheiten der Covid-19-Epidemie. Die „Corona Series“ reagiert damit auf Sorgen und Nöte von Musikerinnen und Musikern, die während des Lockdowns weitgehend auf Gagen und Möglichkeiten zur Präsentation ihrer Kunst verzichten mussten und müssen. Die Initiative soll einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Situation leisten und gleichzeitig Mut zum Durchhalten machen.

„Mitten in der Corona-Krise sendet Kultur123 Stadt Rüsselsheim ein bedeutendes Zeichen der Solidarität in die Jazz-Szene“, teilt Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser mit.

Geplant ist, dass die „Corona Series“ im März 2021 beginnt und im ersten Halbjahr 2021 vier Konzerte im Foyer des Theater Rüsselsheim über die Bühne gehen. Alle Künstler erhalten identische und faire Honorare, die sich an den Vorschlägen der Deutschen Jazzunion orientieren. Sollte ein Gastspiel wegen eines erneuten Lockdowns nicht zustande kommen, wird es zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die beteiligten Bands können sich also der beabsichtigten Hilfe sicher sein. Die Programmgestaltung liegt in den Händen von Stephan A. Dudek.

„Seit 23 Jahren tragen die regelmäßigen Konzerte im Rahmen unserer „Jazz-Fabrik“ zum guten Ruf der Stadt Rüsselsheim am Main bei. Längst haben unzählige Musikerinnen und Musiker dafür gesorgt, dass sich Rüsselsheim am Main in der europäischen Jazz-Szene als Spielort einen Namen gemacht hat. Schon deshalb ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, jetzt in Zeiten der Not etwas an die Künstler zurückzugeben“, sagt Kulturdezernent Grieser.

Theaterleiterin Karin Krömer freut sich, mit der „Corona Series“ einmal mehr die Wandlungsfähigkeit des Theaters zu beweisen. Schon mehrfach hat sich das Foyer als intimer Spielort für kleine Jazz-Konzerte bewährt, zuletzt beim Gastspiel des Trios „Slowfox“ im Rahmen der von Kultur123 Stadt Rüsselsheim gemeinsam mit dem Rüsselsheimer Kunstverein organisierten Foto-Ausstellung von Frank Schindelbeck. Durch seine baulichen Gegebenheiten bietet sich das Foyer als geradezu perfekter Raum an, um die während der Epidemie geltenden Abstandsregelungen einzuhalten.

Das Booking beginnt in diesen Tagen. Welche Bands letztlich das Programm bestreiten, wird in den nächsten Wochen feststehen.

Interessierte erhalten voraussichtlich ab Ende Januar Karten in den Vorverkaufsstellen von Kultur123 Stadt Rüsselsheim, telefonisch unter 0 61 42 / 83 26 30, online auf www.kultur123ruesselsheim.de sowie an der Tages- bzw. Abendkasse.

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