Johannes Bauer: Konzertabend zum 10. Todestag in Berlin

Johannes Bauer Gedenkkonzert 2604

Am Samstag, 11. April 2026, wird in Berlin an Johannes Bauer erinnert. Anlass ist der zehnte Todestag des 1954 in Halle an der Saale geborenen und 2016 in Berlin verstorbenen Posaunisten, der über viele Jahre zu den markanten Stimmen der improvisierten Musik gehörte.

Eingeladen haben Louis Rastig (fb) und der Jazzkeller69 e.V. ins Kulturhaus Peter Edel in Berlin-Weißensee. Geplant ist dabei keine reine Rückschau, sondern ein Abend, der das künstlerische Denken Johannes Bauers mit der Gegenwart verbindet. Das Programm setzt auf Begegnungen zwischen prägenden Vertretern der europäischen Jazz- und Improvisationsszene und Musikern einer jüngeren Generation. Damit wird nicht nur an Bauer erinnert, sondern auch an eine Haltung, die in seiner Arbeit stets präsent war: Offenheit gegenüber unterschiedlichen musikalischen Sprachen, Interesse an Grenzbereichen und die Bereitschaft, zwischen Szenen und ästhetischen Ansätzen zu vermitteln.

Johannes Bauer stand für eine klare musikalische Handschrift, für Unabhängigkeit im Ausdruck und für eine Arbeitsweise, die sich nie an stilistische Begrenzungen hielt. Seine Bedeutung lag nicht allein in seinem instrumentalen Profil, sondern auch in seiner Rolle als verbindende Figur innerhalb einer Musik, die vom Austausch, von Reibung und von wachem Hören lebt. Dass diese Erinnerung nicht in Form einer bloßen Hommage, sondern als aktuelles Konzertprogramm gestaltet wird, erscheint daher nur folgerichtig.

Auch der Ort ist dafür passend gewählt. Das Kulturhaus Peter Edel war ein wichtiger Bezugspunkt der Ost-Berliner Improvisationsszene und bildet mit seiner erneuerten Architektur einen stimmigen Rahmen.

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© 1997 – today | ISSN 2751-4099

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