Jörg Achim Keller bis 2008 Chefdirigent der hr-Bigband

Hessischer Rundfunk verlängert Vertrag um weitere drei Jahre

Jörg Achim Keller bleibt Chefdirigent der hr-Bigband. Einen entsprechenden Vertrag bis zum Ende der Saison 2007/08 haben der Intendant des Hessischen Rundfunks (hr), Dr. Helmut Reitze, und Jörg Achim Keller heute unterzeichnet. 

„Wir sind froh“, so Intendant Reitze, „dass die Zusammenarbeit mit Jörg Achim Keller fortgesetzt wird. Die hr-Bigband ist durch die zahlreichen Auftritte im ganzen Land sowie die Präsenz in Hörfunk und Fernsehen ein musikalisches Aushängeschild, auf das der Hessische Rundfunk stolz sein kann.“ Und hr-Musikchef Carsten Dufner ergänzt: „Unter Kellers Leitung hat sich das Orchester zu einer der produktivsten Big Bands Europas entwickelt, zugleich ist sie auch eine der flexibelsten und fantasiereichsten“.

Seit seinem Amtsantritt im Februar 2000 hat Jörg Achim Keller mit der hr-Bigband äußerst erfolgreich gearbeitet. Das Orchester, das mittlerweile deutlich Kellers Handschrift trägt – er ist heute international einer der gefragtesten Arrangeure und Dirigenten –, kommt beim Publikum hervorragend an und wird in der Presse entsprechend bewertet. So lobte beispielsweise die Süddeutsche Zeitung den „furiosen Auftritt“ der hr-Bigband beim letzten Deutschen Jazzfestival in Frankfurt, und die Frankfurt Allgemeine Zeitung hob „die absolut souveräne und an den Klang- und Notationsvorstellungen Neuer Musik geschulten Arrangements von Bandleader Jörg Achim Keller“ hervor. Auch die Frankfurter Rundschau schreibt: „Das elaborierte und von solidem Handwerk grundierte Crossover-Konzept, das die Bigband mit ihrem Chefdirigenten Jörg Achim Keller verfolgt, genießt mittlerweile auch international einen guten Ruf und empfiehlt sich zur Nachahmung.“

Neben den „klassischen“ Aufgaben, Jazz und Swing zu präsentieren, hat sich die hr-Bigband unter Kellers Leitung auch immer wieder an ungewöhnliche Projekte herangewagt. Bei Konzerten mit Klezmer-Musik (mit der Gruppe Kol Simcha), argentinischem Tango („In memoriam Astor Piazzolla“), mit einem balinesischen Gamelan-Ensemble, mit der Formation „Jazzkantine“ oder mit der Orchestrierung der Visionen des wegweisenden Altsaxofonisten Ornette Coleman hat die hr-Bigband Aufsehen erregt und mit großem Erfolg musikalisches Neuland betreten.

In dieser Richtung will Jörg Achim Keller weiterarbeiten, wie ambitionierte Projekte zeigen, die für die kommende Saison 2005/06 geplant sind. Die erstmalige Orchestrierung von Trio-Einspielungen Duke Ellingtons und die genreübergreifende Begegnung mit der Popgruppe De-Phazz sind weitere Meilensteine, die die hr-Bigband in der neuen Saison setzen wird.

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