Jazzpages Jazz News vor 2000

Das Stuttgarter Trio „Schmid/Hübner/Krill“ hat den ersten Preis des des bundesweit ausgeschriebenen Jazzwettbewerbs „Hennessy Jazz Search 99“ gewonnen.
Der 1.Preis ist mit 20.000 DM dotiert.
Das Finale fand am 16.September 1999 in der Philharmonie Köln statt.
Aus über 500 Bewerbungen wurden drei Bands für das Finale ausgewählt.
Den 2. erhielten Udo Schild und Band, den 3. Preis Peter Wenigers Legal Paradizer.

Schmid/Hübner/Krill

– Ralf Schmid Piano
– Veit Hübner Bass
– Torsten Krill Schlagzeug

Die erste CD des Trios Schmid/Hübner/Krill, „TIME MAKES THE TUNE“, ist 1998 bei Mons Records erschienen (LC 06458).

Kontakt torsten.krill@t-online.de


Wolfgang Dauner, 63, hat am 15.11.1999 einen Schlaganfall erlitten – und  befindet sich mittlerweile auf dem Wege der Besserung. Den Stuttgarter Pianisten vertritt auf der aktuellen Tournee vom „United Jazz + RockEnsemble“ nun Joerg Reiter.

H. Kumpf


Für die Sieger eine CD

Preisträgerkonzert von „Jugend jazzt“ in der SWR-Villa Berg am 27.11.1999

Stuttgart. Das swingende Kräftemessen ist entschieden, doch ganz ohne Stress wird das Preisträgerkonzert des baden-württembergischen Wettbewerbs „Jugend jazzt“ nicht vonstatten gehen. Denn am 27. November schneidet ab 19 Uhr der Südwestrundfunk in seinem Sendesaal der Villa Berg mit, wenn den nochmals musizierenden Siegern die Urkunden und die Anfang Oktober produzierten CDs überreicht werden. Vor die SWR-Mikrofone treten die Erstplatzierten, nämlich die Jazzorchester „Lumberjack Big Band“ (Göppingen), die „HG Big Band“ (Karlsruhe), die „Band in Black“ (Emmendingen) sowie als Combo das Duo des Pianisten Peter Gromer (Backnang) mit dem Schlagzeuger Florian Brütsch (Singen). Außerdem darf das mit einem Sonderpreis bedachte Trio „Dry Pack“ (Emmendingen) auf die Bühne. Am 28. Januar 2000 will der Südwestrundfunk seine akustische Ausbeute ausstrahlen.

Karten (für 18 Mark) kann man sich beim SWR unter der Rufnummer (0711)-929-3647 reservieren lassen. Zu erwerben ist die CD „Landeswettbewerb ‚Jugend jazzt‘ Baden-Württemberg 1999“ für DM 20.- plus Porto bei der Organisatorin Marie-Luise Dürr, Johann-Sebastian-Bach-Str. 45, 78532 Tuttlingen, Tel. (0 7461) 1 39 53.


Der Trompeter im weißen Kittel

Jazzer Lester Bowie starb 58-jährig

Text &  Photographie: Hans Kumpf

New York. Ein Trompeter im weißen Kittel, beim gelegentlichen Nicht-Spielen bequem auf einem Stuhl Platz nehmend und sich mit Kopf und Oberkörper zur Musik wie in Trance bewegend – dies gehörte zur jahrzehntelangen Bühnen-Show von Lester Bowie. Am 8. November 1999 verstarb der eigenwillige Jazz-Avantgardist in New York 58-jährig an Leberkrebs.

Geboren wurde Lester Bowie am 11. Oktober 1941 in Frederick (Maryland). Seine Free-Jazz-Karriere begann jedoch in St. Louis mit der dortigen „Black Artists Group“ (BAG). Nachdem er 1966 nach Chicago umsiedelte war dort an dem Projekt „AACM“ (Association for the Advancement of Creative Musicians) und dann im „Art Ensemble Of Chicago“ stilbildend beteiligt. Selbstbewußtsein der Farbigen im Musizieren und in der Organisation des Musiklebens bildete hier ein wichtiger gesellschaftspolitischer Aspekt.

Die „Chicagoer“ schlugen alsbald ihr Quartier in Paris auf – in Europa hatten die afroamerikanischen Neutöner mehr Spielmöglichkeiten. Gefragt war Bowie mit seiner Gruppe auch im vormaligen Ostblock, so beispielsweise im Ostberliner Friedrichstadtpalast bei der „Jazzbühne“ des Rundfunks der DDR oder beim Internationalen Jazz Festival in Moskau.

Viel Erfolge auf Festivals und dem Plattenmarkt konnte Lester Bowie mit seiner turbulenten Blechblaskapelle „Brass Fantasy“ verbuchen. Und da wurde jedesmal seine ganz besondere Version von dem alten Rock-Hit „Blueberry Hill“ zum besonderen Ereignis. Unvergesslich stets der herzhaft „gegrowlte“ Trompetenton des meisterlichen Musik-Magiers.

Der Trompeter Lester Bowie mußte aufgrund seiner schweren Erkankung (Leberkrebs) seine Tournee mit der Brass Fantasy abbrechen. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Londoner Krankenhaus ist er nach New York zurückgekehrt.


Gratulation vom Webmaster ;-) / Copyright Photographie Schindelbeck 


Die Zeitschrift Jazzthing (Nov ´99) plazierte Christian Eckert unter den 
10 vielversprechendsten Gitarren-Talenten der internationalen Szene.

Das „Christian Eckert Quartet“ ist im Frühjahr 2000 auf Tournee. Infos gibt es auf der Websitehttp://www.jazzpages.com/ChristianEckert

Buchungen sind möglich unter 0170-4004445


Verleihung am 3. November in Aalen:

Jazzpreis für einen agilen Saxophonisten

Steffen Schorn erhält die baden-württembergische Auszeichnung

Von Hans Kumpf.

Aalen/Meersburg/Köln. Er kann alles – und auch Hochdeutsch: Steffen Schorn erhält den mit 15 000 DM dotierten baden-württembergischen Jazzpreis 1999. Ausgezeichnet wird der agile Saxophonist am Mittwoch, 3. November, zum Auftakt des Aalener Jazzfests im Rathausfoyer der Ostalbmetropole durch Kunstminister Klaus von Trotha. Damit wird ein umtriebiger Musiker gewürdigt, der höchstes instrumentales Können mit kompositorischer Raffinesse und eruptiven Improvisationen verbindet.

Geboren wurde Steffen Schorn am 26.9.1967 in Aalen, wuchs aber am Bodensee in Konstanz und in Stetten bei Meersburg auf. Mit 6 Jahren erhielt er Trompetenunterricht, erlernte jedoch als Teenager das Saxophon autodidaktisch. Und da spezialisierte er sich auf die tiefen Register, nämlich auf das Bariton und auf das Bass-Instrument. Außerdem konzentriert er sich auf die Bassklarinette. 1985 fiel Schorn beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ auf und wurde umgehend in das von Bernd Konrad geleitete Jugendjazz-Orchester Baden-Württemberg aufgenommen. 1987 gehörte er als Baritonsaxophonist der ersten Ausgabe des „BuJazzO“, der von Peter Herbolzheimer betreuten Nationalauswahl, an. Als Steffen Schorn 1990 auf Bali konzertierte, notierte er: „Für mich ist es eine der größten Erfahrungen des Lebens, als Musiker durch ferne Länder zu touren und Menschen fremder Kulturen kennen zu lernen.“

Exotische Sounds und komplizierte Metren (wie den 7/4-Takt) integriert Steffen Schorn gerne in seine Stücke. Gleichfalls fasziniert ihn die Zeitgenössische Musik. Nach seinem 1988 an der Kölner Musikhochschule begonnenen Studium ließ er sich noch in Rotterdam ausbilden. Individuellen Unterricht genoss er auch bei dem legendären Dirigenten Sergiu Celebidache und bei dem Brasilianer Hermeto Pascoal.

In unzähligen Ensembles und Projekten wirkt(e) Schorn mit, so auch in der aufmüpfigen „Kölner Saxophon Mafia“ und in der renommierten „NDR Big Band“. Mit dem Schweizer Klarinettisten Claudio Puntin entwickelte er ein höchst artifizielles Duo. Für das Jahr 2000 wurde er mit der Leitung vom „SWR New Jazz Meeting“ beauftragt. Steffen Schorn hat seit über einem Jahrzehnt seinen Wohnsitz in Köln.


Fred Hersch

„Songs without words – an evening of solo jazz piano“

10.11.99 Hannover Expo-Café 20.00Uhr Eintritt 20,-/25,-
11.11.99 Hamburg Die Fabrik 21.00Uhr Eintritt 22,-/25,-

Fred  Hersch gehört zu den bemerkenswerten Künstlern der Jazz-Welt von heute. Als Pianist und Komponist wurde er in der New York Times als ein „Master who plays it his way“ beschrieben. Er veröffentlichte 17 Albenvon denen zwei für einen Grammy als „Best Jazz Instrumental Performance“ nominiert wurden. Große Anerkennung erhielt er vor allem für seine Erfolge bei der Neudefinition des Standardjazzrepertoires. Erinterpretiert mit brillanter Technik altbewährte Klassiker völlig neu.

Fred Hersch kam 1977 aus seiner Heimatstadt Cincinnati nach New York, wo er schnell zum gefragtesten Pianisten der Stadt avancierte.  Er hatte langjährige musikalische Verbindungen mit hervorragenden Künstlern wie dem  Saxophonisten Joe Henderson, Stan Getz und Jane Ira Bloom, Harmonica Virtuose Toots Thielemans, Vibraphonist Gary Burton u.a.. Fred Hersch ist regelmäßig im legendären „Village Vanguard“ in New York zuhören. Auf seiner Durchreise zu einem Konzert in London ist er nun auch im „EXPO Café“ und in „Die Fabrik“ zu Gast. Er wird ein gemischtes Programm aus Standard, aus Jazzkomponisten wie Monk und Strayhorn spielen wie auch eigene Kompositionen.

Karten im Vorverkauf im „EXPO Shop“ (0511/88 200 120) für Hannover und in „Die Fabrik“ an der Abendkasse für Hamburg.


Dear Friend and Jazz Associate,

It is with the deepest sorrow that I inform you of the sudden passing on October 21, 1999 of award-winning composer and jazz pianist LaMont Johnson.

This unexpected loss to the Jazz Community will be felt deeply around the world. LaMont took his creativity and made it real. He did not allow his genius to remain in the idea stage; but rather, he brought his creative ideas to fruition and brought them to the world for others to appreciate, enjoy and be inspired by. I hope you will take the time to read the following recounting of the tremendous contributions LaMont Johnson made to the universe of Music, and the Arts in general.

Mr. Johnson began his award-laden career as a seven-year-old vocalist, on NYC’s WPIX as a „Star Time TV Kid“. At 13, the native born New Yorker wrote, produced, directed, sang in, composed music for and acted in a critically acclaimed (N.Y. Times) version of the old English moral play, ‚Everyman“, which he re-entitled ‚EVERYCAT“.

After completion of honorable military service (February 9, 1959-December 7, 1962) in the United States Air Force, he went on to a distinguished recording career as a pianist. He recorded with jazz greats Jackie McLean, Ornette Coleman, George Benson and Woody Shaw, during the ’60’s on such major record labels as BLUE NOTE, RCA, MGM, COLUMBIA, MAINSTREAM and STEEPLECHASE, among others. He was a recording company owner and executive, recording engineer and studio designer, having built the first recording studio on the Lower East Side of Manhattan, DOWNEAST RECORDING STUDIOS, then located at 53 Pitt Street. He also engineered for several studios around the New York area, including The Vanguard Recording Society Studios, All-Platinum Studios, and Apostolic Recording Studios, among others.

Mr. Johnson developed, produced, staged, wrote, directed, performed on, composed for, arranged for, filmed and recorded concerts, plays, motion pictures, television commercials, infomercials, radio and television advertising campaigns, radio shows, television production, and in association with Vidtronics (Jean DeJoux) he was a co-designer of animation techniques for Hanna-Barbera, as well as performing on an impressive list of jazzrecordings, many of classic stature.

A published poet in the German language (Schwarzer Zweifel, Eremiten Presse Verlag, Taunus) and journalist, („Inside Jazz by LaMont Johnson“ for the San Bernardino WEST SIDE STORY weekly newspaper), Mr. Johnson appeared in the critically acclaimed and award-winning video, „THE AWARD-WINNING LaMONT JOHNSON TRIO“ which was the 1994 winner of the Black Entertainment Television network yearlong competition held on JAZZ CENTRAL. He continued his jazz recording career, having performed as featured artist on the criticallyacclaimed „JACKIES BLUES BAG“, by the Essence All Stars for Hip Bop Records released in March of 1997, with such current jazz giants as Branford Marsalis, Javon Jackson, and Vincent Herring. During this same period, BLUENOTE RECORDS re-released four of the albums he performed on in the ’60’s, as pianist. BMG JAZZ DIRECT RECORDS released as recently as June 1997 a compilation CD entitled „A JAZZ DISCOVERY SHOWCASE“, featuring one of Mr. Johnson’s compositions and performances. The BAGEL LABEL of Austin Texas also released a CD entitled I’LL BE HOME FOR KWANZAA in December of 1997, featuring LaMont’s Group playing the jazz holiday classic, „The Christmas Song“. Blue Note returned in February of 1998 with a compilation CD entitled ORNETTE COLEMAN – THE BLUE NOTE YEARS, which included OLD GOSPEL, penned by Mr. Coleman, featuring Jackie McLean and LaMont Johnson. In June 1998 LaMont returned to New York City to record 10 original compositions for his next recording, „LaMont Johnson – 242 E. 3rd,“ a tribute to Slug’s in the Far East, a famous East Village Jazz mecca of the ’60’s.  Around the time of the release of „LaMont Johnson – 242 E. 3rd,“ five more albums, which had been recorded earlier, were manufactured „LaMont Johnson – Burned By The Passion,“ „Collaboration Kenny Burrell – LaMont Johnson,“ „LaMont Johnson – NINE,“ „LaMont Johnson – New York Exile,“ and „ACES -The LaMont Johnson Sextette.“ Also released was a single, LaMont’s vibrant interpretation of „Nature Boy“ from the original „Burned by the Passion“ project (which wasn’t released on the original CD) for a total of 7 CD’s within a few months. LaMont’s last release, „Collaboration Kenny Burrell – LaMont Johnson,“ reached #21 on the Gavin Chart the earlier part of this year.

He produced, co-produced and performed in festivals, since 1963, for sponsors such as Pepsi Cola, Tandem Computers, ADSC, both U.S. political parties, AT&T, with the Friends of Distinction across 48 states, for SanBernardino Valley College, NYU, OK JAZZ FEST ’95, University of California, Riverside, KIFM JAZZ DAYS 96′ & ’97, the City of Los Angeles, City of San Bernardino, City of Riverside, San Diego City College, and the Riverside Jazz Support Organization. He has employed world class talents for festivals such as Freddie Hubbard, Ernie Watts and Kenny Burrell, among others. He was Music Director for TIME-SPRINT-PEPSI 26th OLYMPIAD Executive Lodging in Atlanta, for EPIC ENTERTAINMENT/TEAM ANNE BENNETT in 1996. From the period 1991through 1997, Mr. Johnson developed, produced and/or appeared in more than 30 Jazz and Music Festivals, including a stand, in 1997, at world famous BIRDLAND, in New York with the majority of the musicians who performed with LaMont on the critically acclaimed Hip Bop Records‘ JACKIES BLUES BAG.

A memorial service will be held Sunday, October 24th in Austin, Texas to celebrate and honor the life and music of LaMont Johnson.

Sincerely,

Jayne Taylor-Johnson
V.P., Promotion
MasterScores Records

(gekürzt)


Charlie Mariano von der Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik mit der Ehrenurkunde 1999 bedacht

Begründet wurde die Verleihung mit „seinem in der Jazztradition fundiertem und zugleich neue Wege beschreitenden Schaffen“:

„Mit seinem Lebenswerk bezeugt der Saxophonist Charlie Mariano die Kraft des Jazz als einer sich im Fluß der Zeit und durch multikulturelle Begegnungen wandelnden Musik. Prozesse, die in Kompendien zur Geschichte des Jazz als Entwicklung vom Swing über den Bebop bis zu Fusion, Free Jazz und World Music beschrieben werden, hat Charlie Mariano nicht nur mitverfolgt, sondern angebahnt, ausgestaltet und vorangetrieben. 
Beeinflußt von Swing-Legenden wie Johnny Hodges, ermutigt von Bebopidolen wie Charlie Parker, mit dem er in jungen Jahren als Mitglied der Big Band von Stan Kenton zusammentraf, formte Charlie Mariano eine eigene Klangsprache, die von Charles Mingus poetisch als „Tears of Sound“ beschrieben worden war. Während langer Asien-Aufenthalte gelang es dem Saxophonisten, der auch das Spiel auf dem Nagaswaram erlernte, tief in die indische Musik einzutauchen und deren Essenzen auf vitale Weise mit denen des Jazz zusammenzuführen. 
In der Zusammenarbeit mit Musikern aus den Übergangsbereichen des Jazz zu Rock, Pop oder ethnischen Kulturtraditionen machte Charlie Mariano bewußt, welcher Offenheit, Ernsthaftigkeit und Risikobereitschaft es bedarf, um Musik jenseits schnellebiger Modewellen langfristig weiterzuentwickeln.“


10.10.99

Milt Jackson ist tot.

Milt Jackson war neben Lionel Hampton die überragende Figur der Jazzgeschichte am Vibraphon.  Bekannt wurde er Mitte der vierziger Jahre durch sein Zusammenspiel mit Dizzy Gillespie, bevor er 1951 das „Milt- Jackson-Quartet“ gründete, aus dem dann kurz darauf das berühmte „Modern Jazz Quartet“ (mit Percy Heath, b; John Lewis, p; Keny Clarke, dr, später: Connie Kay) wurde. Das MJQ war zu Beginn stark von klassischer Musik beeinflusst, John Lewis brachte das kontrapunktische Erbe Bachs ein. „Kammermusikalischer“ Jazz war das Ettikett, das dem MJQ angehängt wurde. Trotzdem ist die Musik des Ensembles nie in einer starren Formensprache erstarrt und hat sich eher im Laufe der vielen Jahre seines Bestehens stärker zu einer „jazzmäßigen“ Intensität entwickelt. Milt Jackson sagte einmal über Gospel und Soul als seinen wichtigsten Einfluß:
„Was ist Seele im Jazz?  Es ist das, was aus deinem Inneren kommt…In meinem Fall, glaube ich, ist es das, was ich in der Musik meiner Kirche hörte und fühlte. Das war der mächtigste Einfluß meiner Laufbahn.“
RIP


Das freie Radio bermuda.funk, Radio für den Rhein-Neckar-Raum ist „on air“. 

Zunächst nur mit einer befristeten Lizenz für den Zeitraum des Heidelberg-Mannheim Filmfestivals aber wir sehen das nur als Generalprobe für die Erteilung der festen Frequenz im kommenden Jahr.

Der Jazz wird mit der Sendung Jazzology in diesem Sender seinen festen Platz haben!

Schon am Freitag, den 8.10. wird es die „Lange Jazzology Jazznacht“ geben: von 0 Uhr bis 6 Uhr morgens nichts als tolle Musik ;-))) auf der Frequenz 105.4 (zu empfangen im Bereich Heidelberg/Mannheim)

Mehr Informationen zu Jazzology gibt es unter https://www.jazzology.de 


Der Trompeter und Flügelhornist Art Farmer ist am 4.10. an Herzversagen gestorben.

Farmer ging aus der Lionel Hampton Bigband hervor und hat seit Mitter der fünfziger Jahre als Leader Platten aufgenommen. Art Farmer, der lange Zeit auch in Europa lebte, war vor allem durch sein lyrisches Balladenspiel mit einem hochgradig individuellem Ausdruck hoch geschätzt.


25 JahreThe United Jazz + Rock Ensemble

Tournee 1999

IAN CARR Trompete WOLFGANG DAUNER Piano – JON IHSEMAN Schlagzeug
DAVE KING Bass PETER O’MARA Gitarre – CHRISTOF LAUER Saxophon
ALBERT MANGELSDORFF Posaune – ACK VAN ROOYEN Trompete
BARBARA THOMPSON Saxophon – THORSTEN BENKENSTEIN Trompete


Die Keimzelle des United Jazz + Rock Ensemble war das sogenannte Elfeinhalb Ensemble, eine lose Gruppierung um den Pianisten Wolfgang Dauner, die auf Anregung des Fernsehregisseurs Werner Schretzmeier zustande kam und 1974-75 in einer sonntäglichen Fernsehsendung des Süddeutschen Rundfunks auftrat. Schon damals bestand die Band, die noch keinerlei öffentliche Auftritte hatte, aus Ian Carr, Ack van Rooyen, Albert Mangelsdorff, Jon Hiseman, Charlie Mariano, Eberhard Weber, Volker Kriege[ und Wolfgang Dauner. Die Resonanz war so überschwänglich, daß W. Dauner, W. Schretzmeier, A. Mangelsdorff, A. van Rooyen, V. Kriegel und Christoph Wertz das Label MOOD RECORDS – Produktion der Musiker – gründeten. Damit wurde auch das UNITED JAZZ + ROCK ENSEMBLE geboren.

Kaum jemand hätte Mitte der 70er Jahre zu prophezeien gewagt, daß diese Ansammlung von ebenso hochkarätigen wie grundverschiedenen Musikerpersönlichkeiten über zwei Jahrzehnte hinweg zusammenspielen würde, und zwar mit Spaß, Solidarität und Erfolg.

So ist es zwar recht erstaunlich aber doch bemerkenswert, daß dieses kleine Orchester nach wie vor auf lebhafteste Publikumsresonanz stößt; und zwar mit einer unnachahmlichen Spezialmischung aus Jazz und Rock jenseits aller Tagesmoden, jenseits der üblichen Fusion-Klischees und jenseits der zurechtgestylten Nostalgie.

Viel ist gesagt und geschrieben worden über die Qualitäten der einzelnen, neuen und alten, United-Mitglieder. Die Dame und die neun Herren gelten längst als living legends. Sie zählen zur Spitzenklasse des europäischen Jazz. Dennoch ist das United Jazz + Rock Ensemble alles andere als eine normale Allstar-Band. Zum musikalischen Profil von United und, nicht zu vergessen, zum Erfolg dieses Ensembles haben neben den musikalischen Qualitäten seit den Gründertagen auch die Eigenkompositionen der Bandmitglieder ganz entschieden beigetragen. Selten hat es in einer Bigband solch eine Zusammenballung von improvisatorischen und kompositorischen Talenten gegeben.

Auch ist in diesem Ensemble die starre Rollenverteilung von Solo und Begleitung aufgehoben. Ständig findet ein virtuos-dialogischer Summenaustausch statt, wobei die Vollblutmusiker seismographisch aufeinander eingehen.

Mit musikalischen Qualitäten ist das Phänomen United allerdings nicht hinreichend erklärt. Es kommt noch etwas hinzu: nennen wir es den human factor. Das Publikum ist Zeuge eines Langzeitexperimentes, das da lautet: zehn Musiker von höchst unterschiedlicher Herkunft, mit höchst unterschiedlichen Neigungen und von höchst unterschiedlichem Temperament versuchen gemeinsam eine Musik zu machen, die als Ganzes überzeugt und bei der sich keiner verleugnen muß.

Daß der musikalische Funke beim United Jazz + Rock Ensemble immer noch zündet, liegt nicht etwa daran, daß sich alle Beteiligten musikalisch so blendend verstehen. Ganz im Gegenteil: es liegt eher daran, daß die Beteiligten ohne stilistische Scheuklappen musizieren. Das macht die Sache so schwierig und so spannend zugleich. Stilistische Differenzen würden jeder normalen Band das Genick brechen. Beim United Jazz + Rock Ensemble sorgen sie für die Reibungshitze, die das Experiment in Gang hält.

Der Sympathiebonus, den das United Jazz + Rock Ensemble beim Publikum genießt, hat sicher auch etwas mit der musikalischen Vergangenheit der einzelnen Mitglieder zu tun, oder anders gesagt: mit der Summe der musikalischen Biographien. (Und da kommt ja nun wirklich allerhand zusammen). Aber der Wertschätzungskredit ist auch mit der Erwartung verknüpft, daß diese Band bei jedem Konzert unbedingt und hartnäckig versucht, den magischen Moment des gemeinsamen Abhebens zu erreichen. So pathetisch das klingen mag, aber darum geht es ja letztlich: um die Glücksmomente; um den kollektiven Rausch des kreativen Übermuts; um die Erfahrung, daß im Aushalten von Gegensätzen die schönsten Spannungsbögen entstehen können; um das Gefühl von Solidarität trotz Andersartigkeit.

Was im Falle United das Binnenklima so angenehm macht, ist die vorsätzliche Toleranzbereitschaft, der gegenseitige Respekt, der Umstand, daß alle Beteiligten ihr Ei schon längst gelegt haben und sich gegenseitig nichts mehr beweisen müssen, aber auch die freundschaftlichen Verflechtungen jenseits der Musik, In dieser außergewöhnlichen Band jedenfalls führt sich keiner auf, weit und breit ist nichts zu spüren von den üblichen Profilneurosen, von Konkurrenzgerangel oder Machtkämpfchen. Ein seltener Glücksfall von prima Klima.

P. S. Das United Jazz + Rock Ensemble gerade seine 10. CD bei Mood Records veröffentlicht.
Tourtermine gibt es auf den Seiten von Bremme & Hohensee


JAZZ AT LINCOLN CENTER & THE JUILLIARD SCHOOL CONTINUE FREE LECTURE SERIES CELEBRATING THE ELLINGTON CENTENNIAL: OCTOBER 4, NOVEMBER 15 & DECEMBER 6

The second half of The Ellington Lecture Series will feature informative analyses of Duke Ellington’s music led by Dick Katz, Sir Roland Hanna, and Loren Schoenberg.

        Jazz at LincolnCenter (J@LC) and The Juilliard School will present the second half of The Ellington Lecture Series, the first collaboration between the two organizations, which examines the rich legacy of jazz’s greatest composer, Edward Kennedy “Duke” Ellington.  Part of the yearlong J@LC celebration of The Ellington Centennial, this series features provocative and entertaining lectures on different aspects of Duke’s musicianship led by three Ellington experts: pianist/educator DICK KATZ, pianist SIR ROLAND HANNA, and saxophonist/bandleader/educator LOREN SCHOENBERG.  The lectures, held on Monday nights at 7pm in The Juilliard School’s Morse Hall, are FREE and open to the public.

        October 4: “Piano in the Foreground – Ellington The Pianist” Duke Ellington’s gifts as a pianist have often been taken for granted; he referred to himself, with mock modesty, as just “the piano player” in the band.  However, musicians have always known of Ellington’s prowess and originality at the keyboard.  Dick Katz, an educator and frequent performer of Ellington piano music, will give an illustrated lecture focusing on Ellington’s genius both as a soloist and as the pianistic catalyst for his orchestra by examining famous piano introductions, rare recordings such as “Lots of Fingers” and “Frankie and Johnny,” and the extended composition “The Clothed Woman.”

        November 15: “The Dramatic and Cinematic Ellington – Scores for the Stage and Screen”Ellington’s technical mastery and boundless imagination thrived on the interaction between music and other art forms, and one result was a body of evocative scores for theater and cinema.  Legendary pianist Sir Roland Hanna will take a detailed look at these scores, which include films such as “Anatomy of a Murder” and “Paris Blues,” and the play “Queenie Pie.”

        December 6: “In Triplicate: Ellington’s Ballets, Suites, and Sacred Concerts”  Although Duke Ellington’s most popular compositions date from the early to middle part of his     50-year career, he wrote some of his most rewarding and challenging music in the last decade of his life (1964-1974).  Loren Schoenberg will examine that decade year-by-year, highlighting his extended suites (the Far East Suite, the New Orleans Suite, etc.), his ballet in collaboration with Alvin Ailey (The River), and the Three Sacred Concerts.
         The first half of The Ellington Lecture Series featured free lectures by David Berger, Wynton Marsalis, Mark Tucker, John Lewis, and Gunther Schuller.  Jazz at Lincoln Center’s celebration of The Ellington Centennial is made possible with generous support from the Doris Duke Charitable Foundation.

     Edward Kennedy “Duke” Ellington (April 29, 1899 – May 24, 1974) was the most prolific composer of the 20th century with respect to both numbers of compositions and variety of forms.  His development was one of the most spectacular in the history of music, underscored by more than 50 years of sustained achievement as an artist and an entertainer.  He is considered by many to be America’s greatest composer, bandleader, and recording artist.  The Ellington Centennial is the yearlong acknowledgement of Duke Ellington’s unparalleled contributions to jazz in the 100th anniversary of his birth.  Throughout the 1999 calendar year, all of the Jazz at Lincoln Center performance and educational programming will celebrate Ellington’s work in New York City, across the U.S., and around the world.  In addition, Jazz at Lincoln Center has published a companion book Jump For Joy, which explores Ellington’s music and genius through classic essays, commissioned artwork, rare photos, and much more.
 
       Jazz at Lincoln Center is the world’s largest not-for-profit arts organization committed to promoting the appreciation and understanding of jazz through performance, education, and preservation.  With its resident orchestra, the world-renowned Lincoln Center Jazz Orchestra, and a variety of distinguished guests, Jazz at LincolnCenter celebrates and advances this distinctly American art form by producing a wealth of programs for audiences of all ages.  These include concerts, national and international tours, lectures, film programs, master classes, student and teacher workshops, residencies, recordings, publications, television broadcasts, a Peabody Award-winning weekly radio program, an annual high school jazz band competition and festival, and a Band Directors Academy.  Under the leadership of Artistic Director Wynton Marsalis and Executive Producer & Director Rob Gibson, Jazz at Lincoln Center will curate and produce more than 400 performances, educational events, and broadcasts during its 1999-2000 season.

For more information, call J@LC at (212) 875-5599, visit
www.jazzatlincolncenter.orgor call the J@LC Hotline at (212) 875-5299.

LISTING INFORMATION FOR THE ELLINGTON LECTURE SERIES

Producer:   Jazz at Lincoln Center
Event:         The Ellington Lecture Series (In collaboration with The Juilliard School)
                    “Piano in the Foreground – Ellington the Pianist”
                     Led by Dick Katz
Date/Time: Monday, October 4, 1999, 7pm
Place:         Morse Hall, The Juilliard School, 155 West 65th Street
Tickets:       FREE (no tickets required)

Producer:   Jazz at Lincoln Center
Event:         The Ellington Lecture Series (In collaboration with The Juilliard School)
                    “The Dramatic and Cinematic Ellington – Scores for the Stage and Screen”
                    Led by Sir Roland Hanna
Date/Time: Monday, November 15, 1999, 7pm
Place:         Morse Hall, The Juilliard School, 155 West 65th Street
Tickets:       FREE (no tickets required)

Producer:   Jazz at Lincoln Center
Event:          The Ellington Lecture Series (In collaboration with The Juilliard School)
                     “In Triplicate – Ellington’s Ballets, Suites, and Sacred Concerts”
                     Led by Loren Schoenberg
Date/Time: Monday, December 6, 1999, 7pm
Place:         Morse Hall, The Juilliard School, 155 West 65th Street
Tickets:       FREE (no tickets required)


ACHIM KAUFMANN QUARTET  DOUBLE EXPOSURE

Michael Moore – clarinets, alto sax; John Schroeder – guitar, bass guitar; John Hollenbeck – drums, percussion;  Achim Kaufmann – piano
on Tour (D und NL) Anfang Dezember 1999

Einzelne Tage sind noch frei! (zwischen 5. und 9.12., eventuell vor dem 2.12., nach dem 10.12.)

Buchungsangebote bitte an gguen.akauf@wxs.nl
oder Tel/Fax (0031) 20 – 684 0330
We’ll be on tour beginning of December 1999.

At the moment, there are still some free dates between December 5 and 9;
possibly also before December 2 and after Dec. 10.
Please contact gguen.akauf@wxs.nl
or phone/fax (0031) 20 – 684 0330



23.08.1999. Die Vierteljahresliste PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK zeichnet im Bereich Jazz die folgenden Aufnahmen aus:

Willem Breuker Kollektief: Pakkepapén, BVHaast 9807
Henri Texier Azur Quintet: Mosaic Man, Label Bleu CD 22265 (Efa)


Omara Portuondo – GewinnspielDie Sängerin Omara Portuondo, gewissermaßen die weibliche Hauptrolle des zur Zeit erfreulich erfolgreichen „Buena Vista Social Club“, ist Künstlerin beim Label Intuition. Unter der URL 
http://www.schott-music.com/intuition/details/omara/index.htm
findet bis zur Weihnachtswoche 1999 ein kleines Online-Preisrätsel zu Ehren von Omara Portundo statt.

Zu gewinnen gibt es jede Woche ein Album der Musikerin; 

alle Teilnehmer bleiben bis zum Schluss im Rennen (außer, sie gewinnen, natürlich).

TheJazzPages wurden von Jazzhead Records als Jazz Site of the Week ausgewählt. Sehr nett.

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