Guggenheim Fellowship 2026 für Ingrid Laubrock

Ingrid Laubrock - Photo: Frank Schindelbeck jazz photography
Ingrid Laubrock – Photo: Schindelbeck Fotografie

Die in Berlin geborene und seit vielen Jahren in den USA lebende Saxophonistin und Komponistin Ingrid Laubrock ist mit einem Guggenheim Fellowship ausgezeichnet worden. Die von der John Simon Guggenheim Memorial Foundation vergebene Förderung zählt zu den international angesehenen Stipendien im künstlerischen Bereich und wird auf Grundlage bisheriger Leistungen sowie der Perspektive zukünftiger Arbeiten vergeben.

Laubrock gehört seit langem zu den prägenden Stimmen eines erweiterten Jazzbegriffs, in dem Improvisation und Komposition eng miteinander verzahnt sind. Ihre Projekte bewegen sich zwischen notierter Musik, offener Form und interdisziplinären Ansätzen. Sie arbeitet sowohl mit größeren Ensembles als auch in kleineren Formationen und entwickelt Kompositionskonzepte, die sich mit strukturellen, klanglichen und formalen Fragen jenseits gängiger Genregrenzen auseinandersetzen.

Das Guggenheim Fellowship wurde ihr in der Kategorie „Music Composition“ verliehen, die sich an Künstler mit ausgeprägter eigener Handschrift richtet. Für Jazzmusiker ist die Auszeichnung insofern bemerkenswert, als sie insbesondere Positionen würdigt, die über die reine Aufführungspraxis hinaus ein eigenständiges kompositorisches Werk vorweisen.

Mit der Aufnahme in den Kreis der Fellows erhält Laubrock finanzielle Unterstützung für ihre künstlerische Arbeit und zusätzliche internationale Sichtbarkeit, die traditionell mit dieser Auszeichnung verbunden ist.

Die mit dem Schlagzeuger Tom Rainey verheiratete Künstlerin ist auch in Deutschland kontinuierlich präsent, unter anderem durch zahlreiche Auszeichnungen wie den Deutschen Jazzpreis 2025 in der Kategorie Holzblasinstrumente sowie eine regelmäßige Konzerttätigkeit.

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© 1997 – today | ISSN 2751-4099

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