Erfinder der „Swingle Singers“ verstarb 87-jährig

Ward Swingle - Photo: Kumpf

Ward Swingle – ein Amerikaner in Paris

Der Amerikaner Ward Lamar Swingle, Begründer der Swingle Singers verstarb am 19. Januar 2015 im Alter von 87 Jahren in seiner Wahlheimat Paris.  

Ward Swingle interessierte sich bereits als Jugendlicher für Jazzmusik und spielte während seiner Zeit auf der Highschool in regionalen Big Bands. Er besuchte das Cincinnati Conservatory of Music, das er mit Auszeichnung abschloss, und zog dann nach Paris, um bei Walter Gieseking Klavier zu studieren.

Seit 1959 arbeitete er einerseits in Mimi Perrins Vokalgruppe Les Double Six und als Hintergrundsänger im Studio, andererseits als musikalischer Leiter der Ballets De Paris. Gelangweilt von den Studiojobs, die ihm als Sänger angeboten wurden, tat sich Ward Swingle mit Sängern der Double Six und der von Blossom Dearie gegründeten Blue Stars zusammen, um eigene Arrangements bekannter Instrumentaltitel zu singen. Die Gruppe erhielt den Namen Swingle Singers und war sehr erfolgreich und mit dem Timbre der Sopranistin Christiane Legrand unverwechselbar. Als sich die französische Originalbesetzung 1973 auflöste, ging Swingle nach England und gründete dort Swingle II, ein Nachfolge-Ensemble, das zunächst vor allem englische Chormusik, aber auch Neue Musik interpretierte, darunter die „Sinfonia“ von Luciano Berio.

Geboren wurde Ward Swingle am 21. September 1927 in Mobile, Alabama, USA.

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