Weinstadt Jazztage 2026 starten: Auftakt im Stiftskeller und Festivalorte in Bewegung

Jazz lebt von Offenheit, vom Risiko und von Momenten, in denen aus einer Idee plötzlich Musik wird. An diese Haltung knüpfen die 28. Weinstadt Jazztage 2026 an. Über zehn Tage setzt das Festival auf Begegnungen zwischen internationalen Gästen und regionalen Musikern, zwischen erfahrenen Namen und jüngeren Stimmen, zwischen größeren Bühnen und Räumen, die Nähe zulassen. Auffällig ist dabei vor allem die räumliche Ausweitung: Die Jazztage lösen sich stärker von den klassischen Konzertorten und gehen hinein in weitere Spielstätten in Weinstadt, darunter Kirche, Keller und Off-Space. Das verändert den Charakter des Festivals spürbar, weil Konzerte und Festivalbetrieb stärker im Stadtalltag auftauchen und nicht nur an wenigen bekannten Orten stattfinden.

Der Beginn ist für den Donnerstag mit einem besonderen Konzert im Stiftskeller angekündigt. Dort trifft der polnische Saxophonist Leszek Zadlo auf Joachim Mencel, der neben Klavierarbeit vor allem als Vorreiter des zeitgenössischen Jazz auf der Drehleier gilt. Das Duo beschreibt den Abend als musikalische Reise, bei der Saxophon und Drehleier einen ungewöhnlichen, atmosphärischen Klangraum eröffnen. Für das Programm 2026 wird außerdem auf eine langjährige Zusammenarbeit verwiesen: Frank Kroll und Patrick Bebelaar arbeiten seit über dreißig Jahren in verschiedenen Besetzungen zusammen, dokumentiert auch durch eine Reihe gemeinsamer Veröffentlichungen. Aus dem Duo ist nun ein Trio geworden, ergänzt durch den Saxophonisten Christoph Beck. Die Musik wird als europäisch geprägt beschrieben, mit Einflüssen aus weltweiten Konzerterfahrungen, bis hin zu imaginierter Folklore und Rückgriffen, die sogar die Renaissance streifen.

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