SWR-Jazzpreis 2007 für den Pianisten Alexander von Schlippenbach

Verleihung durch SWR-Hörfunkdirektor und Preisträgerkonzert am 13.6. in Mainz 

Alexander von Schlippenbach - Photo: Schindelbeck

Baden-Baden/Mainz. Alexander von Schlippenbach erhält den vom Land Rheinland-Pfalz und vom SWR gestifteten Jazzpreis 2007. Der am 7. April 1938 in Berlin geborene Pianist, der mit großer Mehrheit gewählt wurde, konnte die siebenköpfige Jury vor allem durch seine beiden neuesten Solo-CDs überzeugen, die unter dem Titel „Twelve Tone Tales“ erschienen sind. Die Preisverlei-hung durch SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann und das Preisträgerkonzert finden am 13. Juni 2007 ab 19.30 Uhr im Foyer des SWR-Funkhauses Mainz statt.

Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: „Mit diesen ,Twelve Tone Tales‘ gelingt es Alexander von Schlippenbach überzeugend, die beiden wichtigsten Wurzeln seines Schaffens zu verknüpfen. Die eine entspross der Kompositonstechnik seines Lehrers Bernd Alois Zimmermann, aus der von Schlippenbach seine Zwölftonimprovisationen entwickelt hat; die andere stammt aus der Jazztradition eines Thelonious Monk, dessen Gesamtwerk der in Berlin lebende Pianist mit der Gruppe ,Die Enttäuschung‘ auf einer Drei-CD-Box eingespielt hat.“ Erwähnt wurde von der Jury ferner, dass von Schlippenbach durch die Gründung des „Globe Unity Orchestra“ maßgeblich dazu beigetragen habe, den Free Jazz auch in Mitteleuropa heimisch zu machen. Beim JazzFest Berlin 2006 spielte das „Globe Unity“ unter der Leitung des Pianisten ein international viel beachtetes Konzert zum 40-jährigen Bestehen der fünfzehnköpfigen Gruppe. 

Mit zwei Musikern dieses Ensembles, dem britischen Saxophonisten Evan Parker und dem deut-schen Schlagzeuger Paul Lovens, wird von Schlippenbach auch beim Mainzer Preisträgerkonzert auftreten. In der ersten Hälfte spielt er solistisch aus seinen „Twelve Tone Tales“. 

Der je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und vom SWR finanzierte SWR-Jazzpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zum 26. Mal vergeben. Die siebenköpfige Jury besteht aus Musikredakteuren des SWR (Reinhard Kager, H. Werner Wunderlich), Vertretern des Landes Rheinland-Pfalz (Alfons Moritz, Konrad Georgi), Aktivisten von Jazzinitiativen (Dominik Wagner) und Musikkritikern (Günther Huesmann, Harry Lachner). Nominiert wurden in diesem Jahr der Pianist Michael Wollny sowie der Schlagzeuger Eric Schaefer.

13. Juni 2007, 19.30 Uhr, SWR-Jazzpreis 2007 – Preisverleihung und Preisträgerkonzert
Foyer des SWR-Funkhauses Mainz, Am Fort Gonsenheim 139, 55122 Mainz, Eintritt frei.

Alexander von Schlippenbach, Klavier solo, und das Trio Schlippenbach (p), Evan Parker (ss + ts), Paul Lovens (dr)

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