Der SWR Jazzpreis 2026 geht an die Pianistin Olga Reznichenko. Die Auszeichnung, die gemeinsam vom Land Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk vergeben wird, soll am 31. Oktober 2026 im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen überreicht werden.
Mit Olga Reznichenko wird eine Musikerin ausgezeichnet, die seit Jahren in unterschiedlichen Formationen und Zusammenhängen der aktuellen deutschen Jazzszene präsent ist. Ihr Spiel bewegt sich zwischen struktureller Klarheit, improvisatorischer Offenheit und einer stilistischen Beweglichkeit, die sich nicht an festen Kategorien orientiert. Damit verbindet sich eine künstlerische Haltung, die im zeitgenössischen Jazz deutlich wahrnehmbar ist und in verschiedenen Projekten ein eigenständiges Profil erkennen lässt.
Die 1989 in Taganrog geborene Pianistin erhielt zunächst eine klassische Klavierausbildung, bevor sie in Rostow und später in Leipzig Jazzpiano studierte. Zu ihren Lehrern gehörten Richie Beirach und Michael Wollny. In den vergangenen Jahren hat sie sich mit dem Trio O.R.T. und weiteren Projekten einen festen Platz in der deutschen Szene erarbeitet. Dabei reicht das Spektrum ihrer Arbeit von modernen Spielweisen bis zu Konstellationen, in denen sich kompositorische Anlage, rhythmische Komplexität und klangliche Offenheit eng miteinander verbinden.
Der SWR Jazzpreis gilt als ältester Jazzpreis Deutschlands und wird 2026 zum 46. Mal vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. Die Jury würdigt mit ihrer Entscheidung eine Künstlerin, deren Arbeit sowohl durch technische Souveränität als auch durch stilistische Eigenständigkeit geprägt ist.
Im Zusammenhang mit der Preisverleihung ist auch ein Konzert mit Reznichenkos neuem Projekt Olga’s Magic Square angekündigt. Es soll am Abend des 31. Oktober 2026 in Ludwigshafen stattfinden.
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