Die Elbphilharmonie Hamburg widmet dem 100. Geburtstag von Miles Davis im Frühjahr und Sommer 2026 eine fünfteilige Konzertreihe. Unter dem Titel Miles 100 beleuchten international profilierte Musiker verschiedene Stationen des Schaffens von Miles Davis – von den frühen Cool-Jazz-Jahren über „Bitches Brew“ und orchestrale Werke bis hin zum Spätwerk. Die Konzerte finden zwischen dem 3. Mai und 9. Juli 2026 im Großen Saal statt. Tickets sind ab dem 18. November 2025 um 11 Uhr über die Website der Elbphilharmonie erhältlich.
Miles Davis, geboren am 26. Mai 1926, gilt als einer der prägenden Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts, dessen Stil- und Formwillen den Jazz mehrfach entscheidend veränderte. Mehrfach initiierte er stilistische Wendepunkte und prägte damit ganze Generationen von Musikern. Neben seinem markanten Trompetenton war sein Gespür für musikalische Entwicklungen und Talente hervorstechend. Zu jenen, die er früh unterstützte, gehörten unter anderem John Coltrane, Wayne Shorter, Herbie Hancock, Tony Williams und Keith Jarrett.

Den Auftakt bildet am 3. Mai 2026 ein Konzert mit Ambrose Akinmusire und dem Brussels Jazz Orchestra. Akinmusire widmet sich einem zeitgenössischen Blick auf Davis’ Cool-Jazz-Phase. Am 5. Mai präsentiert der Schlagzeuger Bobby Previte eine Neuinterpretation von „Bitches Brew“, dem Schlüsselwerk des Jazzrock, das 1970 den Übergang in die Fusion-Ära markierte. Die NDR Bigband führt am 6. Mai „Sketches of Spain“ auf, basierend auf den originalen Arrangements von Gil Evans. Am 30. Juni schlagen Terence Blanchard und Ravi Coltrane eine Brücke zwischen den Werken von Miles Davis und John Coltrane. Den Abschluss gestaltet am 9. Juli 2026 Marcus Miller – langjähriger musikalischer Partner von Davis in dessen später Schaffensphase – gemeinsam mit weiteren Weggefährten wie Mike Stern, Bill Evans und Mino Cinelu.
Von den frühen Bebop-Jahren mit Charlie Parker und Dizzy Gillespie über die prägenden Aufnahmen von „Kind of Blue“ und die Experimente des zweiten Quintetts bis hin zur elektrifizierten Fusion und der Annäherung an Pop- und Funk-Klänge – die Konzertreihe spannt einen weiten Bogen durch die Karriere von Miles Davis. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der stilistischen Vielfalt, die seine Musikerpersönlichkeit über Jahrzehnte hinweg auszeichnete.
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