Kyoto-Preis 2013 an Avantgarde-Pianist Cecil Taylor

Kyoto.– Der Kyoto-Preis, der neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft gilt, geht in diesem Jahr an den Elektroningenieur Dr. Robert Heath Dennard, den Biologen Dr. Masatoshi Nei und den Jazzmusiker Cecil Taylor. Die mit jeweils 50 Millionen Yen (rund 400 000 Euro*) dotierte Ehrung wird alljährlich durch die Inamori-Stiftung vergeben, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde.

Mit dem Kyoto-Preis würdigt die Inamori-Stiftung das Lebenswerk von Persönlichkeiten, die sich mit herausragenden Leistungen in ihrem Bereich verdient gemacht haben. Die feierliche Verleihung findet traditionell am 10. November 2013 in Kyoto statt.

Cecil Taylor (* 25. März 1929, USA)

Mit Cecil Taylor befindet sich in diesem Jahr einer der einflussreichsten Jazzmusiker weltweit unter den Preisträgern. Der laut eigener Aussage von Musikern wie Duke Ellington und Thelonious Monk beeinflusste Free Jazz-Pianist eröffnete dem Jazz mit seinen originellen und innovativen Improvisationen völlig neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Seine unübertroffene Virtuosität und Individualität steuerten eine lebendige Kraft zu seiner einzigartigen Musik bei, die auch viele musikalische Genres weit über den Jazz hinaus beeinflusst und geprägt hat. Mr. Taylor war bereits öfter in Japan auf Tour und hatte einen bedeutenden Einfluss auf die japanische Jazz-Szene. In den späten 80er Jahren hat er mit regelmäßigen Auftritten, die er gemeinsam mit europäischen Größen der freien Improvisation gegeben hat, auch der europäischen Musikszene ein wichtiges Kapitel hinzugefügt.

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