Jazz-Violinist John Blake ist gestorben

John Blake - Foto: Kumpf

John Blake, Jr.


* 3. Juli 1947  † 15. August 2014

John Blake begann bereits als Kind, klassische Violine zu spielen. Er studierte an der West Virginia University und vervollkommnete sein Spiel in Montreux und in Ostindien, wo er indische Grifftechniken auf seinem Instrument lernte. Allerdings spielte er häufig in Gruppen, wo einfachere Dinge gefragt waren, beispielsweise in den Bands von Grover Washington, Jr. oder McCoy Tyner, in denen er zunächst bekannt wurde. Blake leitete dann eigene Gruppen, nahm aber 1986 auch mit Michał Urbaniak und Didier Lockwood ein beeindruckendes Album auf. Weiterhin spielte er mit dem Duke Ellington Orchestra sowie mit James Newton, Tyrone Brown, Sumi Tonooka oder Avery Sharpe. Weiterhin arbeitete er mit dem Turtle Island String Quartet, dem Quartet Indigo und war Mitglied der Gruppen von Steve Turre und Billy Taylor. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1972 und 2012 an 81 Aufnahmesessions beteiligt, u. a. mit Muhal Richard Abrams, Archie Shepp, Carmen McRae, James Blood Ulmer und Buster Williams. 
Er lehrte an der Kunsthochschule in Philadelphia und seit 1987 an der Manhattan School of Music in New York. Der Schlagzeuger Johnathan Blake ist sein Sohn. Blake starb an den Folgen einer Multiplen-Myelom-Erkrankung.