Deutsches Jazzfestival Frankfurt: Ritualmusik, Schwermetall und Hexengebräu

Mit Afrika beginnt und endet das kosmopolitische Programm des 45. Deutschen Jazzfestivals Frankfurt 2014: Während der Gitarrist Lionel Loueke mit der hr-Bigband für die zeitgenössische Lesart der afrikanischen Musikkultur steht, erweckt das Premieren-Projekt „The Road to Jajouka“ eine über tausend Jahre alte Tradition zu neuem Leben. Vom 23. bis 25. Oktober sind auf der Bühne des hr-Sendesaals unter anderem das Bass-Saxofon-Quartett „Deep Schrott“, das „Mary Halvorson Quintet“ und das „Marius Neset Quintet“ zu erleben.

Logo Deutsches Jazzfestival FrankfurtDas 45. Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2014 ist eine Veranstaltung des Hessischen Rundfunks / hr2-kultur in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main / Dezernat für Kultur und Wissenschaft und Partnern aus der Freien Wirtschaft. hr2-kultur überträgt die Konzerte des Deutschen Jazzfestivals Frankfurt jeweils ab 19.05 Uhr live. Sie können auch im Internet verfolgt werden: als Livestream auf concert.arte.tv/de und auf jazzfestival.hr2-kultur.de – danach als Video-on-Demand.

Eine Gratwanderung zwischen Archaik und Avantgarde wagt das Premieren-Projekt „The Road to Jajouka“: Die mythisch verklärten „Master Musicians of Jajouka“ aus dem Rif-Gebirge in Marokko verbünden sich auf dem Festival mit Electronic-Wizards und aktuellen Jazzpropheten wie Billy Martin, Marc Ribot, Falu und DJ Logic. Die uralten Rohrblattinstrumente der Master Musicians, die Ghaitas, können – im weitesten Sinne – als Vorläufer des Saxofons verstanden werden. Der Erfinder dieses Jazzinstruments par excellence, Adolphe Sax, hat in diesem Jahr 200. Geburtstag. „Deep Schrott“, ein reines Bass-Saxofon-Quartett, liefert deshalb eine volltönende Hommage an den genialen Erfinder.

„RagTimeFunk“ von Billy Martin’s Wicked Knee, „Ritual Groove Music“ von Nick Bärtsch’s Ronin, die „Anti-Gitarren“-Gitarristin Mary Halvorson mit ihrem Quintett, der jungenhafte Hyper-Energetiker Marius Neset am Saxofon und ein „Tribute to Tony Williams Lifetime“ mit der hr-Bigband unter der Leitung von Jim McNeely und den Gästen John Medeski und Terri Lyne Carrington – das sind weitere wunderbare Spielmarken des Programms. Die Frankfurter Szene ist in diesem Jahr mit einem aufregenden Saxofonisten prominent vertreten: Peter Klohmann und sein speziell zusammengestelltes Septett.

Tageskarten zum Preis von 37,50 Euro, Festivalpässe zum Preis von 95,50 Euro (Preise inkl. Gebühren und RMV) gibt es beim hr-Ticketcenter, Tel.: 069/155-2000, E-Mail: info@hr-ticketcenter.de, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und – soweit vorhanden – an Abend- und Tageskasse.

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