Am Mittwoch, 4. Februar 2026, beginnt die achte Ausgabe der „cresc… Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main“ mit der Eröffnung der Ausstellung Intraorganism von Justine Emard. Unter dem Festivalthema SCHWÄRMEN gestalten Ensemble Modern und das hr-Sinfonieorchester Frankfurt gemeinsam mit Partnern ein Programm, das bis Sonntag, 15. Februar 2026, an verschiedenen Veranstaltungsorten in Frankfurt, Darmstadt, Kronberg und Bad Vilbel umgesetzt wird. Der Vorverkauf startet heute.
Das Leitthema SCHWÄRMEN stellt das Phänomen kollektiver Bewegung in den Mittelpunkt. In Naturbeobachtungen wie Vogel- und Fischschwärmen oder in der Beobachtung von Menschengruppen lassen sich Muster erkennen, die durch gemeinsames Agieren entstehen, obwohl individuelle Entscheidungen getroffen werden. Die Biennale greift diese Idee auf und überträgt sie auf musikalische Prozesse.
Nach Angaben von Christian Fausch, Künstlerischer Manager und Geschäftsführer des Ensemble Modern, soll das Thema hörbar werden, wenn sich Klänge zu einem organischen Ganzen verweben. Michael Traub, Musikchef und Manager des hr-Sinfonieorchesters, betont die Bandbreite der geplanten Klangräume, die sich zwischen Jazz, aktueller Musik, vokalen Elementen und Improvisation bewegen und teilweise in Form begehbarer Installationen erfahrbar sein werden.
Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, verweist auf die Chancen des Themas für künstlerische Zusammenarbeit, Verbindungen zwischen musikalischen Ansätzen und regionale Vernetzung.
Für die Festivaltage sind Programme mit sinfonischen Werken, kammermusikalischen Formaten, insgesamt 14 Uraufführungen, Beiträgen mit Text und musikalisch-raumbezogenen Installationen angekündigt. Die Multimedia-Installation Intraorganism von Justine Emard wird während der gesamten Festivaldauer bei freiem Eintritt in der KunstKulturKirche Allerheiligen in Frankfurt zugänglich sein.
Beteiligt sind neben Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester unter anderem die hr-Bigband, die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA), die Dirigenten Brad Lubman und Toby Thatcher, die Dirigentin Lucie Leguay, der Tenor Julian Prégardien, der Komponist John Hollenbeck, der Chor Trondheim Voices und das Vokalensemble Synergy Vocals. Mitwirkende sind zudem junge internationale Musiker und Komponisten des IEMA-Ensembles 2025/26 sowie aus dem Programm young_professionals.
Zu den Aufführungsorten gehören unter anderem der hr-Sendesaal, die Centralstation Darmstadt, das Casals Forum in Kronberg, die Stadthalle VILCO in Bad Vilbel, das Künstlerhaus Mousonturm, das Frankfurt LAB, die KunstKulturKirche Allerheiligen, die Dornbuschkirche sowie weitere Stationen im öffentlichen Raum in Frankfurt.
Die Konzertprogramme umfassen unter anderem Uraufführungen von John Hollenbeck, Juste Janulyte, Bernard Foccroulle, Helena Cánovas Parés, Thierry Tidrow, Malika Kishino, Sarah Nemstov, Leon Liang, Haotian Yu, Diego Ramos Rodríguez, Hed Bahack, Caio de Azevedo, Eungjin Lee und Yixie Shen. Ergänzend stehen Kompositionen von Miroslav Srnka, Conlon Nancarrow, Rebecca Saunders, Steve Reich, Georg Friedrich Haas, Alberto Arroyo, Eloian Lovis Hübner und John Hollenbeck auf dem Programm.
Die Eintrittspreise liegen zwischen 14 und 45 Euro (ermäßigt 14 bis 18 Euro). Ermäßigungen gelten für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende sowie Menschen mit Behinderung ab einem Grad der Behinderung von 80, jeweils nur mit gültigem Nachweis. Der Vorverkauf beginnt am Mittwoch, 26. November, über die Festivalwebsite sowie das hr-Ticketcenter und weitere Vorverkaufsstellen.
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