Jazzzeit in NRW: Das Festivalprogramm der Hildener Jazztage 2025

Die 29. Hildener Jazztage finden vom 28. Mai bis 1. Juni 2025 statt. Unter dem Motto „Now’s the Time“ greift das Festival ein Stück von Charlie Parker auf, das in der Jazzgeschichte eine besondere Rolle spielt. Die Komposition, aufgenommen während der legendären „Koko Session“ 1945, steht sinnbildlich für die Erneuerung durch den Bebop und dient als thematischer Rahmen für das diesjährige Programm.

Veranstaltungsorte sind neben der Stadthalle Hilden der Kunstraum im Gewerbepark Süd, das QQTec sowie der Park von Haus Horst. Der künstlerische Leiter Peter Baumgärtner, selbst Musiker, betont die Verbindung von Kontinuität und Offenheit, die das Festival auszeichnet. Der WDR wird zwei der Konzertabende aufzeichnen, was den besonderen Stellenwert des Festivals im regionalen Jazzkalender unterstreicht.

Das Eröffnungskonzert am Mittwoch findet im Kunstraum Gewerbepark Süd statt. Dort präsentiert das Lisa Wulff Quartett modernen Jazz mit klassischer Besetzung. Die Band um die Hamburger Bassistin Lisa Wulff vereint Adrian Hanack am Saxophon, Silvan Strauß am Schlagzeug und Frank Chastenier am Piano. Gemeinsam entwickeln sie einen vielfältigen, eigenständigen Klang.

Am Donnerstag ist der QQTec-Spielort Gastgeber für den „QQJazz Day“. Den Auftakt macht das Jermaine Landsberger Trio, das sich klanglich zwischen Gypsy-Jazz und moderner Pianosprache bewegt. Danach folgt das Duo Magnolia mit Anne Hartkamp und Philipp van Endert, das mit erzählerischer Stimme und intuitivem Gitarrenspiel einen intimen Jazzdialog entfaltet. Den Abschluss bildet das Oli Bott Quartett mit einem Konzeptprogramm, das sich unter dem Titel „CONTENT“ dem Improvisieren über kleine thematische Impulse widmet.

Die Konzertabende am Freitag und Samstag in der Stadthalle Hilden zeigen internationale Gäste und besondere Projekte: Reiner Witzel und Dave Kikoski stehen gemeinsam mit Alex Sipiagin, Makar Novikov und Tobias Frohnhöfer auf der Bühne. Im Anschluss folgt das Trio des jungen Pianisten Simon Oslender, der 2025 mit dem WDR Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Später am Abend ist das Xaver Fischer Trio in der Blue Note Bar zu hören, das improvisierte Grooves zwischen Jazz, Pop und Elektronik entwickelt.

Am Samstag treten das polnische Akkordeon-Ensemble Motion Trio sowie Julian & Roman Wasserfuhr mit ihrem aktuellen Album „Safe Place“ auf. Letztere präsentieren gemeinsam mit Cellist Jörg Brinkmann lyrisch-melodischen Jazz mit introspektiven Akzenten. Den Abschluss bildet Sebastian Gahler mit seinem Projekt „Electric Stories“, das Jazz mit elektrischen Sounds der 60er und 70er verknüpft.

Das Festival endet am Sonntag mit „Jazz im Park“ im Garten von Haus Horst. Antigua bringt Gypsy-Jazz mit lateinamerikanischen Einflüssen auf die Open-Air-Bühne, Inga Lühning stellt ihr Album „Daughters and Sons“ vor, und das JugendJazzOrchester NRW feiert sein 50. Jubiläum mit einem großen Ensemblekonzert.

| https://www.hildener-jazztage.de/

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