
Biberach an der Riß wird im Frühjahr 2026 zum Austragungsort des Landesjazzfestivals Baden-Württemberg. Vom 10. bis 26. April 2026 sind in der Stadt rund zwei Wochen Festivalbetrieb mit Konzerten an mehreren Spielorten angekündigt. Neben etablierten Formationen und aktuellen Projekten soll es auch Angebote für den Nachwuchs geben, darunter Workshops und Mitmachformate wie „Jazz für Kinder“. Flankiert wird das Live-Programm durch Kooperationen mit weiteren Einrichtungen, die Vorträge, Lesungen, Filme und Ausstellungen beisteuern.
Im Zentrum steht ein Programm, das stilistisch bewusst breit angelegt ist. Zum Auftakt ist am 10. April das Samuel Restle Oktett im Jazzkeller der Bruno-Frey-Musikschule angekündigt, gefolgt vom Olivia Trummer Trio am 11. April am selben Ort. Am 12. April ist die offizielle Festivaleröffnung in der Stadthalle terminiert, verbunden mit einem Auftritt der Jazzrausch Bigband. In den Folgetagen setzt sich die Reihe an wechselnden Orten fort, unter anderem mit einer Fotoausstellung „Jazz in Biberach“ im Rathaus-Foyer (ab 13. April), einer improvisierenden Lesung mit Musik in der Stadtbücherei (14. April) sowie „Jazz & Wine“ im Vinotheum (15. April). Konzerte in der Schützenkellerhalle markieren weitere Schwerpunkte, etwa mit Quadro Nuevo (16. April) und einem Jazz Poetry Slam (17. April). Für den 18. April ist Andreas Schaerer mit A Novel of Anomaly angekündigt, am 19. April folgt Monotape. Auch Formate mit Vermittlungsansatz sind Teil des Programms, etwa „Joo’s Music Lesson“ am 20. April in der Volkshochschule.
Ein wichtiger Fixpunkt innerhalb des Festivals ist der Internationale Biberacher Jazzpreis. Das Finale ist für den 25. April 2026 in der Stadthalle angesetzt; zusätzlich ist ein Kurzkonzert des Jakob Manz Project angekündigt. Die Finalisten sollen im März 2026 bekanntgegeben werden, im Finale werden Rangfolge, Kompositions- und Publikumspreis ermittelt. Im Anschluss ist ein offenes Treffen im Kapuzinerhof vorgesehen. Für einzelne Veranstaltungen werden Ticketinformationen separat ausgewiesen.
Vortrag von Prof. Dr. Manfred Spitzer: Musik, Improvisation, Jazz, Gehirn (Biberach) am 21.4.26
Spitzers Forschungsschwerpunkt liegt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft und Psychiatrie. Der in der Populärwissenschaft gern als „Hirnforscher“ titulierte emeritierte Professor spricht in seinem Vortrag über die Bedeutung improvisierten Musizierens und Musikhörens, vor allem auch im Jazz, auf die Prozesse im Gehirn und dessen Entwicklung im jugendlichen Alter. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
Das Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026 in Biberach veröffentlicht laufend Details zum Gesamtprogramm, zu Uhrzeiten, Spielorten und Ticketkonditionen auf der Festivalwebsite.
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