Am Freitag, den 9. Januar, eröffnet im Jazzinstitut Darmstadt die Ausstellung Voices of Change. Politische Ausdrucksformen im Jazz. Die Ausstellung setzt sich mit der Frage auseinander, wie Jazz seit seinen Anfängen als gesellschaftlich reflektierende und politische Kunstform wirksam wurde. Ausgangspunkt ist ein Zitat von Nina Simone aus einem Fernsehinterview der 1970er-Jahre, in dem sie die Verantwortung von Künstlern betont, auf ihre Zeit zu reagieren.
Anhand ausgewählter Exponate aus den Beständen des Jazzinstituts Darmstadt zeichnet die Ausstellung nach, wie sich Jazz über Musik, Texte, visuelle Gestaltung und Mode als kritische Stimme entwickelt hat. Dabei wird deutlich, dass politische Positionen im Jazz nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland eine Rolle spielten und Teil einer subkulturellen Praxis wurden, die gesellschaftliche Debatten aufgriff und kommentierte.
Die Ausstellung versteht sich nicht als historische Gesamtschau, sondern als exemplarischer Zugang zu politischen Ausdrucksformen im Jazz der vergangenen hundert Jahre. Sie macht sichtbar, wie eng musikalische Entwicklungen mit sozialen und politischen Umbrüchen verbunden sind und wie Jazz immer wieder als Medium für Protest, Selbstbehauptung und gesellschaftliche Positionierung genutzt wurde.
Voices of Change ist vom 9. Januar bis zum 18. Juni 2026 im Jazzinstitut Darmstadt zu sehen. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet sowie zusätzlich bei ausgewählten Abendveranstaltungen. Die Eröffnung am 9. Januar beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist Teil von dazz – Jazz Winter Darmstadt 2026.
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