Bit­te beach­ten Sie, dass für die Kor­rekt­heit der Ter­mi­ne kei­ne Gewähr über­nom­men wer­den kann. Bevor Sie sich auf den Weg machen, ver­su­chen Sie bit­te zu klä­ren, ob die Ver­an­stal­tung tat­säch­lich statt­fin­det. Ände­run­gen bei Ter­mi­nen wer­den uns gele­gent­lich nicht mit­ge­teilt. Hin­wei­se auf fal­sche Anga­ben sind stets erwünscht.

Lade Veranstaltungen

« Alle Ver­an­stal­tun­gen

  • Die­se Ver­an­stal­tung hat bereits statt­ge­fun­den.

Amon Düül II & Kraan (Freising)

Juni 1 @ 20:00 22:00

Amon Düül II - Kraan - Freising


KRAAN

Was wäre die Geschich­te der deut­schen Rock­mu­sik ohne Kra­an? Zwei­fels­oh­ne nicht nur unvoll­stän­dig, son­dern vor allem um ein beson­ders bun­tes, höchst krea­ti­ves Kapi­tel ärmer. Kra­an ver­schrie­ben sich von Beginn ihrer Kar­rie­re an einer span­nen­den Fusi­on aus Rock, Jazz und Eth­­no-Ein­flüs­­sen und füg­ten ihrem Sound spä­ter US-Main­stream- und Soul-Ele­­men­­te hin­zu. Ihren Stil nann­ten sie kurz und ergrei­fend ´Win­trup Musik», benannt nach ihrem Domi­zil im Teu­to­bur­ger Wald. Eine klei­ne Erb­schaft im Mai 1970 war qua­si die Initi­al­zün­dung der Band. Die vier Ur-´Kraaniche» Peter Wol­brandt, Jan Fri­de, Hell­mut Hat­tler und Alto Pap­pert war­fen ihr Geld zusam­men und kauf­ten sich eine Anla­ge plus einen Band­bus. Ihr Debüt­al­bum nah­men sie in einer 2‑tägigen (!) Stu­dio­ses­si­on auf und pfleg­ten auch sonst den Hang zur Spon­ta­nei­tät. Die Gali­ons­fi­gu­ren bei Kra­an waren Bas­sist Hell­mut Hat­tler und Gitar­rist Peter Wol­brandt, gleich­zei­tig die bei­den Haupt­song­schrei­ber der Band. Kra­an genos­sen das Leben einer musi­ka­li­schen Kom­mu­ne. Ein still­ge­leg­tes Wei­de­gut, ein anno 1871 erbau­tes Fach­werk­ge­bäu­de mit etwa 4000 Qua­drat­me­ter Land, ein­sam am Ran­de des Teu­to­bur­ger Wal­des gele­gen, war in den Sieb­zi­gern ihr Zuhau­se. Das ehe­ma­li­ge Pfer­de­ge­stüt hat­te Graf Met­ter­nich den Musi­kern zur Ver­fü­gung gestellt – kos­ten­los und ohne Bedin­gun­gen. Dort wohn­ten sie mit 13 Gleich­ge­sinn­ten (vier Musi­ker, der Mana­ger, zwei Roadies, drei Frau­en, drei Kin­der und etli­che Kat­zen und Hun­de. In den kom­men­den Jah­ren ent­wi­ckel­te sich die Band zu einer der außer­ge­wöhn­lichs­ten deut­schen For­ma­tio­nen. „Lan­ge Kol­­le­k­­tiv-Impro­vi­­sa­­ti­o­­nen zwi­schen Jazz, Rock und Blues wer­den mit spie­le­ri­scher Leich­tig­keit für ein paar Tak­te von arran­gier­ten Tei­len unter­bro­chen“, schrieb das Maga­zin „Sounds“ im Novem­ber 1975. „Da zeigt sich ech­tes Kön­nen und die Kra­an-Leu­­te ver­wirk­li­chen ihre aus­ge­fal­le­nen musi­ka­li­schen Ide­en mit der­art viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und Prä­zi­si­on, als woll­ten sie augen­zwin­kernd an den Geni­us eines Frank Zap­pa erin­nern.“ Seit Anfang 2008 wur­de der längst in der Luft lie­gen­de Wunsch ver­wirk­licht, auch Live wie­der frei­er und den Fähig­kei­ten der Urmit­glie­der ent­spre­chen­der auf­zu­spie­len. Seit­her besteht KRAAN aus den drei Grün­dungs­mit­glie­dern Peter Wol­brandt, Hell­mut Hat­tler und Jan Fri­de Wol­brandt, absol­vier­ten gefei­er­te Tour­ne­en und ver­öf­fent­lich­ten 2011 in die­ser Beset­zung ihr aktu­el­les Albums mit dem Titel „Dia­monds“, das hoch­mo­dern und trotz­dem 100% nach KRAAN klingt und damit deut­lich zeigt, dass die­se Band offen­bar kei­ner­lei Zeit­sche­ma zu unter­lie­gen scheint; immer­hin wird kein Prä­di­kat im Zusam­men­hang mit KRAAN so oft gebraucht wie das Wort „zeit­los“.

AMON DÜÜL II

„Kein Viet­nam mehr, kei­ne Unter­drü­ckung, kei­ne lee­re und sinn­lo­se Dis­zi­plin. Lie­be und Ver­ständ­nis waren der Traum einer erwa­chen­den und von Hoff­nung bestimm­ter jugend­li­chen Visi­on”, beschrei­ben Amon Düül das Kli­ma, das zur Zeit ihrer Grün­dung herrsch­te.
Unschwer zu erken­nen: Das war Ende der 60er Jah­re. In einer Kom­mu­ne in Herr­sching bei Mün­chen ent­steht 1967 ein musi­zie­ren­des Kol­lek­tiv, das sich nach dem alt­ägyp­ti­schen Wind- und Frucht­bar­keits­gott Amun und dem tür­ki­schen Begriff für Mond, Düül, benennt. Mit Auf­trit­ten bei Demos und Hap­pe­nings macht es sich bald einen Namen, wobei die Rich­tung und auch das Line-Up deut­li­che Schwan­kun­gen erfah­ren. 1968 kommt es bei den Esse­ner Song­ta­gen zur Spal­tung. Ein Teil der Mit­glie­der möch­te wei­ter impro­vi­sie­ren und sich in kei­ne Song­struk­tur zwän­gen las­sen, der ande­re setzt dage­gen eher auf so etwas wie Musi­ka­li­tät. Die ers­te Grup­pe behält den ursprüng­li­chen Namen und erfreut sich in der lin­ken Sze­ne einer gewis­sen Popu­la­ri­tät. Sie steht der Kom­mu­ne 1 in Ber­lin nahe, zählt Uschi Ober­may­er (Tam­bu­ri­ne) zu ihren Mit­glie­dern, nimmt Fil­me und vier Alben auf, dar­un­ter „Col­lap­sing / Sing­vö­gel Rück­wärts” und „Dis­as­ter – Lüüd Noma”, bevor sie 1970 aus­ein­an­der geht. Die zwei­te Grup­pe um Chris Kar­rer (Gitar­re, Saxo­phon, Gesang), Peter Leo­pold (Schlag­zeug), Lothar Meid (Bass), John Wein­zierl (Gitar­re) und Rena­te Knaup (Gesang) hängt ein römi­sches zwei an den Band­na­men. Ihren ers­ten Auf­tritt in Essen beschreibt die FAZ ver­nich­tend als „ein halb­stün­di­ges musi­ka­li­sches Nichts”, doch ihr Debüt­al­bum „Phal­lus Dei” (1969) macht Amon Düül II schlag­ar­tig berühmt. Der 21 Minu­ten lan­ge Titel­song kata­pul­tiert sie natio­nal in eine Liga mit Pink Floyd. Mit ihrem zwei­ten Album „Yeti” (1970) gelingt Amon Düül II der Durch­bruch in Groß­bri­tan­ni­en. Auf der Suche nach dem „Treff­punkt zwei­er Par­al­le­len in der Unend­lich­keit” (Kar­rer) fol­gen Schlag auf Schlag wei­te­re Alben, wobei die Beset­zung immer wie­der Ände­run­gen und Ergän­zun­gen erfährt und vie­le Mit­glie­der auch bei ande­ren Pro­jek­ten tätig sind.
Fest steht, was die Zeit­schrift Melo­dy Maker 1969 bei der Ver­öf­fent­li­chung von „Phal­lus Dei” schrieb: Amon Düül sei die ers­te deut­sche Grup­pe, die „einen eige­nen Bei­trag zur inter­na­tio­na­len Musik­sze­ne gelie­fert” hat.

Ufer­los Fes­ti­val 2019 – 1. Juni 2019, 20 Uhr Luit­pold­hal­le Frei­sing

Jazzpages Logo

Part­ner der Jazz­pa­ges (erkenn­bar am ver­link­ten Jazz­pa­ges-Logo auf deren Web­site) sind der­zeit der Jaz­zar­chi­tekt in Wies­ba­den, Stu­dio­büh­ne FürthIG-Jazz Rhein-NeckarBlu­e­N­i­te WormsJazz­club Hei­del­bergForum Kul­tur Hep­pen­heimKon­zer­te am Neckardie Jazz­in­itia­ti­ve Bin­gen, das Jazz­haus Hei­del­berg, der Jazz­club Karls­ru­he, die Rei­he von „Kul­tur Tan­dem” in Hei­del­berg, das Leicht & Selig in Laden­burg, in Zwin­gen­berg, das Thea­ter Mobi­le – deren Ter­mi­ne sind kom­plett im Jazz-Kalen­der der Jazz­pa­ges gelis­tet (wegen der Arbei­ten an der Site der­zeit doch noch nicht kom­plett ;-).

Schreibe einen Kommentar

Scroll Up

Durch die weitere Nutzung der Seite Stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen