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Paolo Fresu, Richard Galliano & Jan Lundgren (HD)

März 28 @ 20:00

Paolo Fresu - Photo: Schindelbeck

Mit dem sardischen Trompeter Paolo Fresu, dem französischen Akkordeonisten Richard Galliano und dem schwedischen Pianisten Jan Lundgren hat sich ein Trio unterschiedlicher Charaktere zu einer symbiotischen Allianz zusammengefunden. Eine Jazz-Supergroup dreier Ausnahmemusiker, die trotz unterschiedlicher Herkunft und aus unterschiedlichen Instrumentenfamilien viele Gemeinsamkeiten zu einem Idealklang bündeln konnten. Alle sind sie überragende Melodiker, alle streben sie seit jeher danach, die vermeintlichen Grenzen des Jazz zu erweitern, alle sind sie dabei im nationalen musikalischen Erbe fündig geworden. Und für alle spielt das Meer ihrer Heimat mehr als eine symbolische Rolle, als mentale Inspirationsquelle, die für das Reisen, den Austausch, die Weite steht: „Mare Nostrum“ eben.

Freilich gehören auch alle drei zu den gefragtesten europäischen Musikern überhaupt. Fresu ist in unzähligen Projekten von Film bis Ballett eingebunden und steht mit so verschiedenen Persönlichkeiten wie Nguyên Lê, Ralph Towner, Uri Caine oder Omar Sosa auf der Bühne.

Der nicht minder neugierige, zwischen Jazz und Klassik changierende Galliano ist stets auf der Suche nach immer neuem kreativen Input durch Kollegen von Charlie Haden über Charles Aznavour bis hin zur Sinfonietta Krakau. Nordische Vemod und impressionistischer Esprit, dazu noch die Verwurzelung in der amerikanischen Jazzpianotradition, welche ihn mit traditionellen Jazzern wie Harry Allen und Scott Hamilton zusammenbrachte, machen Lundgrens Personalstil aus, der ihn zum first-call musician macht, zum Beispiel für Wolfgang Haffners „Kind of Cool“-Projekt oder kürzlich für Nils Landgrens Bernstein Tribute „Some Other Time“. Und so dauerte es nun sieben Jahre, bis Fresu, Galliano und Lundgren zu einer Fortsetzung ihrer gemeinsamen Erfolgsgeschichte zusammenfanden.

Für „Mare Nostrum II“ haben die drei wieder Stücke geschrieben, die über eine im modernen Jazz äußerst seltene Ohrwurmqualität verfügen. Wieder ist es die pure Schönheit des Klangs, die den Hörer fesselt. Wieder versinkt man in den perlenden, unaufgeregt lyrischen Akkorden und Läufen Lundgrens, im warmen, unerreicht variablen Trompetensound Fresus und in den sein Instrument sprengenden, kontrapunktischen Klangkaskaden Gallianos. Der Reigen umfasst melancholische Balladen, mal mit Tango-Sehnsucht („Blue Silence“), mal nordisch gefärbt („Kristallen den fina“), mal französisch chansonesk („Giselle“), mal fast als klassische Etüde („Farväl“), hält aber auch strahlende Hymnen bereit („Aurore“) und einen wirbelwilden, boogie-artigen Temporitt („Leklåt“).

(Foto Fresu: Frank Schindelbeck Jazzfotografie)

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Details

Datum:
März 28
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorie:
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Veranstaltungsort

Stadthalle Heidelberg
Neckarstaden 24
Heidelberg, 69117
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