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Cellotrio – beim Jazzarchitekt Wiesbaden (Wie)

August 27 @ 20:00 - 22:00

Tomeka Reid - Photo: Schindelbeck

Isidora Edwards – Cello
Tomeka Reid – Cello
Elisabeth Coudoux – Cello

Drei weltweit agierende Cellistinnen, die zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne stehen. Dieses internationale Cellotrio wird möglich durch die Einladung der Kuratorin Biliana Voutchkova des DARA String Festivals, was am 24./25.08. in Köln, 26.08. in Wuppertal und 28./29.08.2021 in Berlin stattfindet.
In der „Lücke“ am 27.08. wird diese Spitzen-Trio zu Gast im MARLEEN in Wiesbaden sein.

Jede Musikerin bringt ihre individuelle Stimme auf dem Instrument ein, um ein ganz besonderes Konzert zusammen spielen zu können. Es ist leider nur selten möglich, dass sich Streicher*innen auf diesen Wegen zusammenfinden. Die meisten Streichensembles präsentieren sich in Deutschland mit Noten und Kompositionen.

Aber dieses Trio verspricht intuitiven Austausch drei verschiedener Kulturen einer globalisierten Welt, mit der Freiheit zur eigenen Klangsprache, dem Wagnis der spontanen Vernetzung, eine neue Kreation zu erspielen, die so schnell nicht wieder gehört werden wird.

Isidora Edwards
Die Arbeit von Isidora basiert auf der Untersuchung der Klangmöglichkeiten des Cellos, gedacht als eine Geographie voller Risse und versteckter Rückzugsmöglichkeiten, die das Instrument in einen poetischen Körper verwandelt, der nach einer Geschichte im Klang sucht. Ihre Interessen konzentrieren sich auf die Suche im Spektrum der improvisierten Musik und auf die Bereiche Tanz, Bewegung, menschliche Stimme und ihre philosophischen Beziehungen zu Raum, Zeit und Publikum. Sie war Mitglied verschiedener Ensembles wie dem Ensamble Taller de Música Contemporánea U.C. und dem Projekt „Ensemble Nuevo“ des Goethe-Instituts und nahm an Festivals wie dem Ars Nova Festival, Ravensburg; Ende Tymes Festival of Noise, New York; Acéfalo Festival, Valparaíso; Mopomoso Concert Series, Iklectik Ballistik, London; Multiversal, London; Danca a Deriva, Sao Paulo u.a. teil. Gegenwärtig verfolgt sie ihre Doktorarbeit an der Goldsmith University in London.

Tomeka Reid
Reid studierte Cello an der DePaul University in Chicago und leitete anschließend acht Jahre das Orchester der University of Chicago’s Lab School. Daneben arbeitete sie seit den 1990er-Jahren in der Jazz- und Improv-Szene der Stadt, u. a. mit Dee Alexander, Mike Reed, Nicole Mitchell, Taylor Ho Bynum und dem AACM Great Black Music Ensemble, mit dem sie 2009 auf dem Umbria Jazz Festival gastierte. 2009 gründete sie mit der Geigerin Mazz Swift und der Bassistin Silvia Bolognesi das Trio Hear In Now; ferner arbeitete sie mit Christoph Erb, Keefe Jackson, Jeb Bishop, Fred Lonberg-Holm und Makaya McCraven (Universal Beings, 2018). Des Weiteren leitet sie ein eigenes Bandprojekt, zu dem Jason Roebke, Tomas Fujiwara und Mary Halvorson gehören und mit dem sie u. a. 2014 auf dem Chicago Jazz Festival auftrat. Im Bereich des Jazz war sie zwischen 1999 und 2017 an 33 Aufnahmesessions beteiligt. 2016 wurde sie für die JJA-Awards nominiert. Sie ist Mitglied der Jazzformation Art Ensemble of Chicago. Sie ist die Gewinnerin des 2020 JJA Jazz Award als „String player of the Year“.

Elisabeth Coudoux
Die Suche nach neuen Klängen und Spieltechniken führte die Cellistin Elisabeth Coudoux, geb. 1985, von einem klassischen Instrumentalstudium über den Jazz zur Neuen Musik und freien Improvisation. Das Ausloten des Klangspektrums am Instrument ist für sie eine sich stets ausweitende Suche nach der eigenen Stimme. Aus der Analyse intuitiver Bewegungsmuster entstehen poetische Miniaturen, geräuschhafte Geschichten werden erzählt und unbekannte Klanglandschaften erkundet. Als Solistin liebt sie Herausforderung spontaner Begegnungen. Sie spielte unter anderem zusammen mit Michael Zerang, Mark Dresser, Biliana Voutchkova, Mick Beck, Sandra Weiss, Xavier Charles, Marcus Schmickler,  usw.
In ihrem 2013 gegründeten Ensemble Emißatett resoniert das Cello als orchestraler Klangkörper in gleichberechtigten Teilen mit den anderen Spielern, wobei sich die Gewichte stets zwischen individuellem Ausdruck und freier kollektiver Energie verlagern. Zu verhandeln ist dabei eine Balance zwischen improvisierendem Eigensinn und der gemeinsamen musikalischen Form. Coudoux spielt weltweit auf Festivals und Konzertreihen wie: All Ears Festival, In a Landscape, Moers Festival, Roskilde Festival, Krakau Jazz Autumn, Drei Tage Zeit, Météo – Festival u.v.m. Sie ist Mitglied in mehreren Ensembles und Projekten wie ZeitkratzerFear O‘ She (Gropper, Kaufmann, Kummer, Coudoux) sowie NICA -Stipendiatin und Initiatorin und langjähriger Vorstand von IMPAKT e.V. 

mehr info:
Isidora Edwards
Tomeka Reid
Elisabeth Coudoux

Details

Datum:
August 27
Zeit:
20:00 - 22:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

https://jazzarchitekt.de

Veranstaltungsort

Marleen im Lili
Bahnhofsplatz 3
Wiesbaden, 65189 Deutschland
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